WüSTING - Eine Kindereisenbahn fuhr durch den Ort. Eine Ausstellung des Bürgervereins bot einen Einblick in die Geschichte.

Von Benno Hespe

WÜSTING - Es war alles etwas anders beim diesjährigen Weihnachtsmarkt des Bürgervereins Wüsting. Wurde dieses vorweihnachtliche Vergnügen sonst immer am ersten Advent gefeiert, war es dieses Mal wegen der Bahnhofseröffnung (die NWZ berichtete) auf den zweiten Advent verlegt worden. Und weil der Saal im „Wüstenlander Hof“ für den Empfang der Bahn-, Landkreis- und Gemeindevertreter sowie anderer Gäste genutzt wurde, mussten die Besucher auf die sonst übliche Ausstellung von Hobby-Künstlern verzichten.

Auch fand der Weihnachtsmarkt als ein Fest für die ganze Familie nicht in der gewohnt heimeligen Atmosphäre auf dem Schützenplatz hinter der Gaststätte statt. Vielmehr hatten die Organisatoren die Veranstaltung wegen des Bahnhofsfestes in die abgesperrte Bahnhofstraße verlegt.

Hier waren ein Bratwurst- und ein Getränkestand den ganzen Nachmittag von Menschenmassen belagert. Vor allem den Glühwein ließen sich die vielen Besucher bei den kühlen Temperaturen schmecken. Für die Kinder gab es Abwechslung bei einem vom Wüstinger Jugendzentrum angebotenen Schnupperkurs im Filzen mit Sabine Harders und mit einer Minieisenbahn, die unermüdlich ihre Runden zog.

Am Buswendeplatz startete eine von einer kleinen Lokomotive gezogene, stets gut gefüllte Kindereisenbahn zu Rundfahrten durchs Dorf. Informationen über die örtliche Bahnhofsgeschichte gab es mit teils historischen Fotos in einem Ausstellungswagen des Bürgervereins Wüsting. Mit einer Schau alter Traktoren waren die „Treckerfreunde Wöschenland“ am Weihnachtsmarkt beteiligt. Die Geschäfte der Wüstinger Werbegemeinschaft indes lockten die Besucher mit einem „Tag der offenen Tür“.

Natürlich ließ sich am späteren Nachmittag auch noch der Weihnachtsmann blicken, um die Kinder mit kleinen Überraschungen zu beglücken. Mehr noch als der Weihnachtsmarkt waren die neu geschaffenen Bahnanlagen der große Anziehungspunkt. Schon lange, bevor ein Zug angerollt kam, hatten sich unzählige Menschen auf den Bahnsteigen eingefunden, um Freifahrten nach Hude oder Oldenburg zu genießen.

Die Einweihung der Bahnsteige wurde durch den Posaunenchor Holle mit Susanne Herzer musikalisch umrahmt. Im Saal unterhielten die Wüstinger „Harmonika-Gesellen“ die Gäste, die auch an Darbietungen der von Petra Erdmann geleiteten Streetdance-Gruppen der Sportfreunde Wüsting/Altmoorhausen ihre Freude hatten.