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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Wummernde Beats und zerspringende Gläser

16.02.2015

Oldenburg Am Ende stehen nicht nur die 250 mitwirkenden Künstler strahlend auf der 300 Quadratmeter großen und von Scheinwerfern in ein Farbenmeer getauchten Bühne. Auch die 3500 Gäste in der Premiere von „Classic meets Pop“ am Freitagabend haben sich von ihren Plätzen erhoben und spenden begeistert Applaus nach drei kurzweiligen, üppigen Stunden voller Klassik, Pop, Rock, Hip- Hop, Boogie Woogie und Swing. Als Dankeschön singt Jens Sörensen, Oldenburgs Mr. Frank Sinatra, sein „New York, New York“, bevor dann wirklich Schluss ist an diesem ersten von zwei aufeinanderfolgenden Abenden.

Das Konzept der Veranstalter um Reinke Haar geht auch in diesem siebten Jahr von „Classic meets Pop“ auf. Haar setzt auf Bewährtes und erntet Beifall. Das Oldenburgische Staatstheater steht mit seinem fulminanten Orchester und zwei Opernsolisten wieder als feste Größe im Mittelpunkt. Die Zuhörer haben den Dirigenten Jason Weaver, diesen Cowboy aus Arizona, längst in ihr Herz geschlossen.

Vollmundig begrüßen sie ihn mit einem fröhlichen „Moin Moin“, bevor sie sich an ein amerikanisches „Howdy“-Gemurmel wagen und bevor das Orchester mit Bernsteins Western-Soundtrack „The Magnificent Seven“ den Abend eröffnet.

Schon beim zweiten von insgesamt 20 Musikstücken weiß der Zuhörer genau, wo er ist. Da schlendern die vier coolen Jungs und Mädels der Depeche Mode Tributeband Remode herein und platzieren sich mit Keyboard und E-Gitarren vor den Damen und Herren des Orchesters. Die Scheinwerfer kreisen, die Beats wummern, das Publikum vom Kleinkind bis zum Senior klatscht.

Der Mix zwischen den Musikgenres setzt sich munter fort. Da berührt das Bad Zwischenahner Nachwuchstalent Raphael Leskys mit dem Popsong „Wake Me Up“ das Publikum, bevor der Chor Sound & Joy unter der Leitung von Kalle Popp, Urgestein der Oldenburger Musikszene, einen Gute-Laune-Hit von den Beach Boys anstimmt. Lucia Olesova setzt mit einem Bonnie-Tyler-Hit die Bühne in Flammen, und die Hip-Hop-Tanzformation Blackout Dance Art Company zeigt, warum sie schon zweimal Deutscher Meister geworden ist. Der Blues-Pianist Henning Pertiet berauscht mit einem „Boogie Woogie“ am Klavier, die Musiker von Ratpack rocken die Bühne.

Die beiden Opernsänger haben sogar beides, Klassik und Pop, im Gepäck. Peter Kellner packt seinen Bass in seiner Lieblingsarie aus der Oper „Mefistofele“ aus, bevor er mit „L’Italiano“ das Publikum zum Schunkeln bringt. Opernkollegin Valda Wilson bringt zunächst in einer Arie Gläser zum Springen, dann beweist die Sopranistin mit „Beautiful“ von Christina Aguilera ihr Multitalent.

Egal, welchem musikalischen Genre die Künstler angehören – immer sind sie der Region irgendwie verbunden. Ob nun der argentinische Bandoneon-Spieler Joaquin Alem mit seinem Libertango, dessen Liebste eine Bratschistin des Staatsorchester ist, oder die Soul-Sängerin Al-Yasha Anderson aus New York, die viele Jahre in Oldenburg lebte.

Schlagzeug-Battle

Zu den Höhepunkten des Abends zählt einmal mehr der Wettstreit. Ihn tragen diesmal Ratpack und Annie Heger aus, die bereits zum dritten Mal zusammen mit dem Schauspieler Klaas Schramm à la „Depp und Diva“ locker-humorig durch das Programm führt. Begleitet von Staatsorchester und Classic meets-Pop-Band schmettern sie einen Schlager nach dem anderen. Das Gesangs-Duell endet im legendären Schlagzeug-Battle, für das allein sich das Kommen lohnt.

Im Finale setzen die Veranstalter dann noch eins drauf. Die Hamburgerin Marion Campbell, die im jüngsten „The Voice of Germany“-Finale Vierte wurde, entzündet einen Flashmob. 26 junge Trommler unter der Leitung von Axel Fries marschieren durch das Publikum zur Bühne, gefolgt von Tänzern, während Orchester und Band Michael Jacksons „They Don’t Care About Us“ spielen und den Saal zum Toben bringen.

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