• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Bahnverkehr zwischen Hude  und Oldenburg rollt  wieder
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 7 Minuten.

Klappbrücke Defekt
Bahnverkehr zwischen Hude und Oldenburg rollt wieder

NWZonline.de Region

Spektakel, Spektakel, Spektakel!

22.02.2016

Oldenburg Seit acht Jahren im Programm der Weser-Ems-Hallen und immer ausverkauft: Es muss etwas dran sein an „Classic meets Pop“, diesem bunten Stelldichein von Oldenburgischem Staatsorchester und regionalen Solo-Popkünstlern. Die Erfolgsformel dieser professionellen Musik-Show ist nicht geheim, eher einfach kompliziert: Die Mischung der Beiträge macht’s – und die Qualität der Interpreten.

Ohne die Vorgänger abwerten zu wollen: Die Mischung 2016 war schlicht die bisher beste. Veranstalter Reinke Haar gelang es am Wochenende erneut, für beide ausverkaufte Shows aus dem riesigen Depot regionaler Talente einige besonders vielversprechende herauszupicken, dazu erfahrene Popsänger und -gruppen zu engagieren und sie, getragen von der musikalischen Kraft und Qualität des Staatsorchesters (Leitung Jason Weaver), auf die Bühne der großen EWE Arena zu schicken.

Ergebnis: Was für klassische und populäre Künstler zur „besonderen Erfahrung“ (Sängerin Emily Fröhling) wurde, geriet für das Publikum zum höchst unterhaltsamen Spektakel. Die zweieinhalb Stunden voll wunderbarer Klänge und beeindruckender Lichteffekte verrannen wie im Flug.

David Bowie geehrt

Aus der an Höhepunkten so reichen „Classic-meets- Pop“-Show ragten zwei stimmgewaltige Damen heraus: Sopranistin Nina Bernsteiner hatte mit Gounods „Je veux vivre“ (aus „Romeo und Julia“) und Conchita Wursts Euro-Triumph „Rise like a Phoenix“ ziseliertes Gold in der Kehle und euphorisierte Zuhörer im Griff. Ebenso eindrucksvoll war die von Emily Fröhling gesungene Erinnerung an den verstorbenen David Bowie: „Life on Mars“, begleitet nur vom Pianisten Felix Raffel, bescherte erste Gänsehaut-Momente. Der fünfminütige Auftritt der 19-Jährigen wirkte lange nach.

Spätestens danach hatte die Show die nötige Fahrt aufgenommen, nun konnten alle Interpreten auf der Welle des Erfolgs surfen. Das galt für den großen Vortrag des Lambertichors bei Verdis „Gefangenenchor“, genauso für Kiki Beyers Monroe-Adaption „Diamonds are a girl’s best friends“ oder Martin Kilgers machtvolle Version von Marleys „I shot the sheriff“. Und auch Countertenor Leandro Marziotte, Popsängerin Irina Rudi, der aus dem Iran geflohene Weltmusiker Ali Hooshyari oder Soulsängerin Marion Campbell gehörten in diese Güteklasse.

Die Kunst, das hohe Niveau nach der Pause stabil zu halten, gelang „Classic meets Pop 2016“ perfekt. Da bezirzte die erst 15-jährige Oldenburgerin Anica Russo die jeweils 3500 Zuschauer charmant zu Chaka Khans „Ain’t nobody“, da befreite Fee Badenius mit ihrer verschmitzten „Fleisch-ess-Lust“ alle Würstchen-Fans von ethischen Bedenken. Die formidable Rockabilly-Band Smashing Picadillys und Rocksänger Jürgen Brinker schließlich brachten das Publikum zum Tanzen – und die jungen Sportakrobatinnen der „New Power Generation“, begleitet von Mozarts „Hochzeit des Figaro“, zwangen zu atemlos staunendem Stillstand.

Auf ein neuntes Mal

Der löste sich, als die Moderation (die Annie Heger und Raijko Geith irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn angelegt hatte) den letzten Höhepunkt aufrief: das Finale aller Beteiligten. Das Staatsorchester entführte mit dem „Star-Wars“-Thema in höchste Höhen, dann baten die Vorsängerinnen Marion Campbell, Emily Fröhling und Irina Rudi mit „All night long“ das Publikum zur bodenständigen Party. Die anderen Künstler stimmten ein und übertrugen die gute Laune bis in die Zugabe, Udo Lindenbergs „Ich mach‘ mein Ding“.

Im nächsten Jahr sehr gern auf ein neues, ein neuntes Mal!

Klaus Fricke

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.