WUPPERT - Die überschuldete Stadt Wuppertal plant die Schließung ihres Theaters. Dies sieht das von Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) vorgelegte Haushaltssicherungskonzept vor. Danach sollen die Zuschüsse für die Wuppertaler Bühnen um zwei Millionen Euro gekürzt werden. Dies bedeute faktisch die „völlige Aufgabe“ des Schauspielhauses ab Jahresmitte 2012. Zuvor sei ein eingeschränkter Betrieb geplant. Der Rat müsse noch zustimmen, so eine Stadtsprecherin. In diesem Jahr erhalten die Bühne 10,9 Millionen Euro Zuschüsse. Im Gespräch seien auch „Verbundlösungen“ mit Spielstätten in den Nachbarstädten Solingen und Remscheid sowie eine Erhöhung der Eintrittspreise.

Das Schauspielhaus in Wuppertal-Elberfeld wurde vom Architekten Gerhard Graubner entworfen. Zur Einweihung hielt 1966 der Schriftsteller Heinrich Böll eine Rede über „Die Freiheit der Kunst“.

Das berühmte Tanztheater Wuppertal der im Juni gestorbenen Choreografin Pina Bausch ist nicht von den Sparplänen betroffen.

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