YOKOHAMA - Mehrere Minuten Beifall hat der Oldenburger Komponist Thomas Schmidt-Kowalski nach einer Aufführung seiner 4. Sinfonie C-Dur op. 96 in Japan dokumentiert bekommen. Eine Aufnahme, die der 58-Jährige vom 238. Abonnementskonzert des Kanagawa Philharmonic Orchestra aus Yokohama erhalten hat, belegt diesen großen persönlichen Erfolg. Schmidt-Kowalski ist auch Lehrkraft an der Musikschule des Kreises Cloppenburg.

Chefdirigent Shigeo Genda hatte das Werk, das in diesem Jahr auch in Deutschland auf CD erschienen ist, zusammen mit dem 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow aufs Programm gesetzt. Die stark der Romantik verpflichtete Tonsprache des Oldenburgers fand bei den 1500 Zuhörern in der Minatomirai-Konzerthalle starken Anklang.

„Leider liegen noch keine Kritiken der Fachpresse vor“, bedauert Schmidt-Kowalskis Manager Christian Meyer. Ken Sato, der Vizedirektor des sehr streicherbetont und klangschön spielenden Orchesters, nannte in einem Telefongespräch auch den Grund: „In Japan werden Abonnementskonzerte nicht einzeln, sondern erst später in Zusammenfassungen bewertet und besprochen. Wir sind da sehr gespannt.“

Die Japaner haben bereits Interesse an weiteren Werken des Oldenburgers bekundet. „Vielleicht bieten wir ihnen die Uraufführung des neuen Klavierkonzerts an“, überlegt Schmidt-Kowalski. Das Opus ist fast abgeschlossen, „es geht jetzt an den dritten Satz.“ Aus der Taufe heben soll es wahrscheinlich der renommierte Pianist Sebastian Knauer.