Dötlingen - Da staunte auch Pastorin Susanne Schymanitz nicht schlecht, als sie die Sankt-Firminus-Kirche in Dötlingen am Sonntagabend betrat. „Das ist ja so voll wie zu Weihnachten“, sagte sie begeistert und drückte damit ihre Freude über den guten Zuspruch der „3. Winternacht – Alles Still“ mit den Musikern Markus Häger und Thomas Schlegel aus.

Von anderer Veranstalterseite wäre von ausverkauften Rängen gesprochen worden, doch das Musikerduo verlangte keinen Eintritt. Wer wollte, konnte dafür am Ausgang eine Spende für die beiden Ausführenden geben.

Stille und Einkehr, zarte Töne, ausgewählte Texte ergriffen die Zuhörer aus fast allen Altersschichten gleich von Anfang an. Markus Häger (Tasten, Gesang und Wort) sowie Thomas Schlegel (Akustikgitarren und Gesang) hatten ihr Konzert „Alles still“ mit eigenen Kompositionen und Stücken ausgesuchter bekannter Künstler wie Reinhard May, Hermann van Veen oder Herbert Grönemeyer gepaart. Heraus kam ein Mix, der schnell die Welt draußen vor der Kirchentür in den Hintergrund rücken ließ, aber zugleich auch zum Nachdenken und Entspannung anregte.

Viele schlossen die Augen, um sich ganz auf das Gehörte zu konzentrieren. So wie beim Introstück „Ankommen“, einer Gemeinschaftskomposition der beiden Musiker. Mit dieser Improvisation und Meditation schafften Häger und Schlegel gleich zu Beginn den Übergang zur Ruhe. Das Motto des Konzertes „Winternacht/Alles still“ von Theodor Fontane unterstrichen Stücke wie „Schneeweiße Nacht“ von Hans Zimmermann, „Für den Moment“ von Thomas Schlegel, „Wenn du bei mir bist“ von Reinhard May oder „Rosa“ von Hermann van Veen oder das „Halt mich“ von Herbert Grönemeyer am Konzertende.

Schließlich fanden die 15 ausgewählten Stücke und Wortbeiträge ihren Abschluss im tosenden Beifall. Am Ende blieb nur ein Gedanke, wie wohl die Auswahl zur vierten Winternacht aussehen mag….