Seefeld - „I ’m a real Folky“, gestand Geigerin Kristine Heeböll bei ihrem ersten Auftritt im Seefelder Kulturzentrum. Dass sie damit keinesfalls falsch lag, bewies sie im Laufe des Abends sehr anschaulich.

Zusammen mit ihren beiden Bandkollegen Jens Ulvsand an der Gitarre und der Bouznika und dem Pianisten und Basstrompeter Peter Rosendal zauberte sie einen dänisch-schwedischen Folkabend herbei, der getragen war von weichen warmen Klängen und gelegentlichen Temperamentsausbrüchen.

Kristine outete sich zudem als Sting-Fan und als Fan seines berühmten Songs „An Englishman in New York“, zu dem ihr ein eigener Song eingefallen war. Angesichts eines exotischen Lamas auf einer kleinen dänischen Insel, dass sich wohl ebenso fremd wie ein Engländer in New York fühlen dürfte, entstand das Stück „A lama scottish“.

Mit einer poetischen Unterwäsche-Polka konnte die dänische Formation Trio Mio ebenso punkten und brachte die etwa 50 Zuhörer in der Seefelder Mühle zum Lachen, die sich über die Wespe in der am Ufer platzierten Hose nach dem morgendlichen Erfrischungsbad amüsierten.

Und die Zuhörer lernten auch noch, dass die Bogenspitze mit einem Mammutfußknochenstück versehen war, über die sich die Saiten spannten. Und das deshalb, weil ein Mammut ja nicht mehr aussterben könne, wohl aber ein unter Artenschutz stehender Elefant, dessen Fußknochenstück man auf gar keinen Fall nehmen dürfe.