Waddens - Die kleine dörfliche Gemeinschaft in Waddens hat ein großes Potenzial, denn in ihren Reihen befindet sich eine stattliche Anzahl an Laiendarstellern, die mehrmals im Jahr Theater spielen. Das werden sie auch an diesem Sonntag wieder tun. Im Rahmen der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“, die sich langsam dem Ende nähern, laden die Theaterleute zu zwei Zeitreisen durch Waddens ein.

Die Waddenser haben in den vergangenen Tagen unter der Regie von Heiko von Atens fleißig geprobt. Und da sie viele Gäste erwarten, haben die Theater-Leute zusätzlich zu der ohnehin geplanten Nachmittagsvorstellung noch einen zweiten Termin anberaumt – für Frühaufsteher.

Die erste historische Zeitreise durch das Dorf beginnt um 9.30 Uhr. Treffpunkt ist der „Garten Eden“ in der Ortsmitte. Seinen Abschluss wird der Spaziergang in der Gaststätte De Butjenter finden, in der am späten Vormittag Brötchen gereicht werden.

Um 14.30 beginnt dann der nächste Rundgang, wiederum im „Garten Eden“. Thema ist dort die jeweils Geschichte der alten Pastorei. Die Besucher werden von der Haushälterin, dargestellt von Elke Böker, Interessantes aus dem Leben der früheren Pastoren von Waddens erfahren.

Alte Handwerkskunst gibt es anschließend in der Schmiede zu bewundern. Hans-Georg Suhr wird seine „Gesellen und Lehrlinge“ um sich scharen und für die Besuchern des historischen Spaziergangs vor glühenden Kohlen den Schmiedehammer schwingen.

Nach einem kleinen Fußmarsch, der an markanten Gebäuden vorbei führt und bei dem die sie mit Anekdoten aus Waddens unterhalten werden, treffen die Gäste in der Kirche ein. Hier wird der „Schulmeister“ Dieter Hibbeler mit seiner Schülergruppe die Zeitreise fortführen, ehe es in den Butjenter geht. Dort gibt es nach der rund zwei Stunden dauernden szenischen Führung am späten Nachmittag Kaffee und Gebäck sowie eine Präsentationen historischer Ansichten von Waddens.

Wer an einer der beiden Zeitreisen teilnehmen möchte, ist ohne Anmeldung willkommen. An allen Stationen wird eine Lautsprecheranlage aufgebaut, und wer schlecht zu Fuß ist, kann einen Fahrdienst in Anspruch nehmen. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass am Brüddewarder Weg Parkplätze zur Verfügung stehen.