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Awo Zeitreise in 60er Jahre

Evelyn Eveslage

Nadorst - Kofferradio, Nierentischchen und Telefone mit Wählscheiben: Die für die 1960er Jahre typischen Wohnelemente sind nun Teil einer Ausstellung. Auszubildende des AWo-Altenwohnzentrums „Haus am Flötenteich“ haben in den vergangenen Wochen vieles aus dem Jahrzehnt zusammengetragen, um die Ergebnisse ab diesem Donnerstag in einer Ausstellung zu präsentieren.

Typisches Programm

Von 15 bis 17 Uhr ist dazu ein Programm geplant, an dem jeder teilnehmen kann. Um 16 Uhr wird eine Modenschau geboten; ab 17 Uhr wird die Tombola ausgelost. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist unter Tel. 93 18-0 möglich.

Auch ein Zeitstrahl aus den 60er Jahren kann begutachtet werden. Musik aus den „Swinging Sixties“ – von Elvis Presley bis hin zu Musik des Woodstock-Festivals – lockert die Stimmung auf. Zum Verkauf stehen Fotos, Filme und Bilder aus der Zeit, die Werkstattfilm anbietet. Das Altenwohnzentrum will mit diesem 60er Jahre-Sommerfest allerdings nicht nur Besucher anlocken, Hintergrund ist auch die Biografiearbeit: „Die jungen Kräfte sind engagiert. Bei der Biografiearbeit aber ist Verständnis für damalige Lebensumstände und auch historische Ereignisse gefordert. Wegen ihrer jungen Jahre fehlt da vielleicht etwas Wissen“, erklärt Hildegard Niehues.

Die Anfänge des Fernsehens, die Mondlandung, der Beginn des Mauerbaus – all das haben die engagierten Kräfte nicht miterlebt. „Die Ausstellung nun hilft uns allen, die Geschichte und das Lebensgefühl von damals aufzuarbeiten – zum Beispiel mit dem Zeitstrahl, auf dem wir die wichtigsten Ereignisse eines jeden Jahres aus dem Jahrzehnt notiert haben“, erklärt Marity-Kristin Jung. So käme man mit den Bewohnern schneller ins Gespräch und können noch größerer Verständnis zeigen.

Alle mit im Boot

Nicht nur die Auszubildenden, sondern auch Praktikanten und die jungen Leute, die entweder ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Altenwohnzentrum ableisten, waren beteiligt. „Wir sind stolz, dass unser Nachwuchs das in Eigenregie organisiert hat“, erklärt Einrichtungsleiter Lars Bonk, der auch des AWo-Regionalleiters Oldenburg/Ammerland ist.

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