ZETEL - Der Kindergarten „Regenbogenfisch“ des Diakonischen Werks Zetel soll saniert und zukunftsfähig gemacht werden. Das hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Zetel am Dienstagabend in seiner Sitzung im Rathaus entschieden. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 340 000 Euro. Erwartet werden auch Zuschüsse der Landeskirche.
„Die Mittel sind im Haushalt 2012 eingestellt worden. Damit ist sichergestellt, dass auf der Basis des neuen Vertrags, der im Jahr 2011 geschlossen wurde, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Zetel und dem Diakonischen Werk Zetel langfristig fortgesetzt wird.“ Dies teilte Bürgermeister Heiner Lauxtermann am Mittwoch mit.
Froh über Entscheidung
„Die Diakonie ist froh über die Entscheidung“, meinte Dr. Hans-Martin Peter, Vorsitzender des Diakonischen Werks Zetel. Damit gibt es im Ort Zetel weiterhin zwei Kindergärten unterschiedlicher Träger und mit verschiedenen pädagogischen Konzepten, den kommunalen Kindergarten Südenburg und den evangelischen Kindergarten „Regenbogenfisch“.
„Das Gebäude des Kindergartens „Regenbogenfisch“ ist eigentlich in einem ganz gutem Zustand“, erläuterte Dr. Hans-Martin Peter. Nur aus energetischer Sicht gibt es einige Punkte, die verbessert werden können. „Das Dach müsste besser isoliert werden“, führte er als ein Beispiel an. Die Fenster sind doppelt verglast, doch „wenn man dabei ist, kann man auch die Fenster gleich neu machen“, nannte er ein weiteres Beispiel. Der Kindergarten „Regenbogenfisch“ soll laut Entscheidung des Verwaltungsausschusses in zeitlicher Abstimmung mit dem Diakonischen Werk möglichst in einer Maßnahme saniert werden.
Zusätzlich eine Krippe in dem Gebäude einzurichten, ist aufgrund der inneren und äußerlichen Gegebenheiten nicht sinnvoll. Das hatte eine Prüfung ergeben. Die Gemeinde Zetel muss jedoch noch 30 Krippenplätze bis zum Jahr 2013 schaffen, um den gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz in der Gemeinde zu erfüllen (dieNWZ
berichtete). Öffentliche Gebäude stehen bis zu dem Zeitpunkt nicht zur Verfügung.Neubau einer Krippe
Die SPD-Fraktion hatte daher Anfang März einen Antrag auf Errichtung eines Kindergartens mit 30 Krippenplätzen gestellt. Diesem hat der Verwaltungsausschuss nun zugestimmt. Die Krippe soll auf einem gemeindeeigenen Grundstück im Baugebiet Emkenburg gebaut werden. Der Förderantrag ist gestellt, und die Maßnahme soll nach Auskünften von Lauxtermann so schnell wie möglich in Angriff genommen werden. Der Verwaltungsausschuss empfahl dem Rat der Gemeinde, die Haushaltsmittel für die Krippe außerplanmäßig bereit zu stellen. Die Kosten für den Bau, die Einrichtung und die Außenanlagen belaufen sich auf etwa 650 000 Euro. Die Finanzierung ist nach Angaben der Verwaltung über Zuschüsse und außerordentliche Erträge gesichert.
Um Familien zusätzliche Zeiten der Betreuung anzubieten, ist die Gemeinde mit dem Landkreis Friesland im Gespräch. Thema ist die Einrichtung einer Großtagespflege. Ein möglicher Standort für dieses Angebot kann nach Angaben der Verwaltung das Mehrgenerationenhaus in der Hauptstraße in Zetel werden.
