Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Bildung Theaterakteure ziehen Schüler in Bann

Anke Wöbken

ZETEL - „Jetzt ist Englisch wieder mein Lieblingsfach.“ Dies hat die elfjährige Schülerin Daice Renken nach der Aufführung des Stücks „The Dark Lord and The White Witch“ (Der dunkle Lord und die weiße Hexe) erklärt. Gemeinsam mit weiteren Kindern der fünften und sechsten Klassen der Haupt- und der Realschule Zetel verfolgte sie am Donnerstagvormittag gebannt das Stück des „White Horse Theatre“ aus Soest in der Aula der Schule – aufgeführt in englischer Sprache. Dabei konnten die Kinder die vier Darsteller, alle professionelle Schauspieler, interaktiv und sogar hautnah erleben.

Den Schülern boten die Schauspieler zunächst eine spannende Fantasy-Geschichte: Der furchtbare Lord Morbus will die Herrschaft über das Land „Underearth“ erringen, um es mit seinen menschenfressenden Woks zu bevölkern. Nur ein durch und durch gutherziger Mensch kann den Bösewicht stoppen. Das schüchterne Dorfmädchen Gala wird auserwählt, die Welt zu retten. Sie macht sich auf eine gefährliche Reise durch Berge, Flüsse und Sümpfe, bis sie endlich dem bösen Lord Morbus gegenüber steht.

Ihre Reise führt Gala, dargestellt von der 28-jährigen Amy aus Wales, und ihre beiden Weggefährten dann auch schon mal direkt durch die Zuschauerreihen. Das junge Publikum wurde mit einbezogen – und durfte im Anschluss des Stücks auch Fragen an die Schauspieler stellen – selbstredend nur auf Englisch.

Einfache Sprache

Das Stück selbst ist bewusst in einfacher Sprache gehalten. „Vokabeln, die die Kinder nicht verstehen, werden aus der Handlung ersichtlich“, sagte Lehrerin Jutta Tetz. Sie und Sören Schukat sind Fachkonferenzleiter Englisch an der HRS Zetel.

Mit ihrer Aufführung tourt die Theatergruppe seit Oktober vergangenen Jahres durch ganz Nordwest-Deutschland. „In einer Woche ist Schluss“, erklärte der 22-jährige Darsteller Andy. Er kommt aus England, sein Schauspielerkollege Breon aus Detroit, USA, und Kollegin Charmaine aus Melbourne, Australien. Ihre jeweilige Muttersprache: Englisch. Deutsch ist für sie eine Fremdsprache, die sie mehr oder weniger beherrschen, wie sie auf Anfrage der Schüler erklärten.

„Ein muttersprachliches Stück ist für die Schüler interessanter als Unterricht“, davon ist Lehrerin Jutta Tetz überzeugt.

Mehrfach zu Gast

So hat am Donnerstag auch nicht zum ersten Mal eine Gruppe des „White Horse Theatre“ an der HRS Zetel gastiert. Die vier Schauspieler haben in diesem Jahr auf jeden Fall Freunde unter den Zuschauern gefunden. Viele Schüler forderten sie nach der Vorstellung auf, direkt neben ihnen Platz zu nehmen. Dies ließen sich die Darsteller nicht nehmen – wenn sie auch nicht allen Aufforderungen folgen konnten. Zum Abschluss gab es dann aber noch Autogramme vor der Bühne.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg