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Ferienpass Vielfach großes Interesse bei den Jungen und Mädchen

Friedhelm Müller-Düring

ZETEL - Mit einer Dankeschönfeier im Neuenburger Schloss hat sich der Gemeindejugendring am Montagabend für das große Engagement der Vereine und Organisationen beim Ferienpass 2010 bedankt. Bei einem Imbiss lobte Vorsitzender Ingo Logemann die vielfältigen Ideen und Aktionen. Bei einem Kostenvolumen von rund 5600 Euro habe es mehr als 3000 Beteiligungen gegeben.

Behinderte integriert

Logemann und seine beiden Mitstreiter vom Gemeindejugendring, Matthias Kraul und Renke Hobbie, freuten sich besonders über die Teilnahme von Kindern mit körperlichen Einschränkungen. „Vier Kinder haben sich angemeldet und toll mitgemacht. Die Mütter und Väter waren begeistert“, sagte Joann Hagen von der Informations-, Anlauf und Vermittlungsstelle der Gemeinde. Zwölf Ehrenamtliche hätten sich intensiv um die behinderten Jungen und Mädchen gekümmert. „Ich nächsten Jahr wollen alle wieder mitmachen“, freute sich Hagen. „Ich hoffe, es wird zu einem Selbstläufer und sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden. Diese soziale Entwicklung ist toll. Da ist kein Euro zu viel investiert“, sagte Logemann. In Jever entstand die Idee, Ferienpass-Aktionen mit einem Smiley zu kennzeichnen, an denen Kinder mit Behinderung durch eine kostenlose Extra-Betreuung teilnehmen können.

Mit kurzen Berichten spiegelten die Vereine und Organisationen während der Besprechung ihre Erfahrungen wider. Bei vielen Angeboten überstieg die Zahl der Interessenten deutlich die Zahl der vorhandenen Plätze. So stand das Telefon bei der Hobbykünstlergruppe Neuenburg nicht still. Mehr als 100 Kinder wollten beim Schmuckbasteln mitmachen. Spontan wurde eine zweite Bastel-Gruppe ins Leben gerufen. So kamen immerhin 51 Kinder in den Genuss dieser Aktion. Die Freunde des Neuenburger Holzes und die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven erhielten 75 Anmeldungen. Zwölf von ihnen konnten teilnehmen.

„Rechtzeitig absagen“

Es gab allerdings nicht nur Positives zu vermelden. Die Luftsportgemeinschaft klagte nach dem großen Anklang in den Vorjahren über einen massiven Einbruch der Resonanz. Nur zehn Teilnehmer meldeten sich an, 20 hätten teilnehmen können. Kritisch angemerkt wurde vielfach die Anmeldefreudigkeit einiger Eltern. Sie würden viele Veranstaltungen buchen, ihre Kinder nähmen jedoch nicht teil und blockierten somit anderen Kindern eine Ferienpass-Veranstaltung. Oft sagten die Eltern auch zu spät ab.

Logemann richtete deshalb einen Appell an die Eltern, nur Angebote aus dem Ferienprogramm auszusuchen, an denen ihre Kinder dann auch teilnehmen. „Ansonsten rufen sie frühzeitig an und melden sie sich ab. Beweisen sie Charakterstärke.“

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