Zetel - In diesem Jahr will das Team vom Zeteler Lichtspielhaus (Zeli) nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern auch zwischendurch die 35-Millimeter-Projektoren zum Einsatz kommen lassen. Seit einigen Jahren wird mit den Projektoren immer in der Weihnachtszeit „Die Feuerzangenbowle“ gezeigt. „Die Resonanz ist jedes Mal groß, die Zeteler mögen es offenbar, diesen filmischen Klassiker ganz traditionell präsentiert zu bekommen“, sagt Carsten Greiert vom Zeli-Verein.
Mitte Dezember 2018 lief erstmal auch „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf 35 Millimeter – und für 2019 haben sich die Macher vorgenommen, die alten Projektoren nicht nur an Weihnachten zu nutzen. Im Februar machen sie den Anfang mit „Laurel & Hardy: Die Wüstensöhne“ – in Deutschland bekannt als „Dick und Doof“.
„Leider ist es heutzutage gar nicht mehr so einfach, 35-Millimeter-Filme im Kino zu zeigen“, sagt Michael Drieling vom Zeli-Verein. „Viele der einst auf Rollfilm vorhandenen Titel wurden mit der fast völligen Umstellung auf digitale Medien vernichtet.“ Hinzu komme der finanzielle Aspekt: Bei „Laurel & Hardy: Die Wüstensöhne“ muss das Zeli einerseits für die Lizenzrechte bezahlen. Da der Lizenzinhaber allerdings keinen eigenen Film mehr besitzt, musste dieser kostenpflichtig beim Deutschen Filminstitut in Frankfurt ausgeliehen werden. Hinzu kommen hohe Transportkosten aufgrund der aufwendigen Verpackung und Versicherung. „Wir brauchen rund 80 Zuschauer, um kostendeckend arbeiten zu können“, sagt Drieling.
Doch selbst, wenn weniger kommen, wollen er und seine Mitstreiter an analogen Vorführungen festhalten, denn das gehört einfach zum Zeli dazu.
Los geht das analoge Kinovergnügen am Samstag, 2. Februar, um 20 Uhr mit „Laurel & Hardy: Die Wüstensöhne“. In dem bereits 1933 erschienenen Film wollen Stan und Ollie am Jahrestreffen ihrer Bruderschaft „Wüstensöhne“ teilnehmen. Als sie ihre Frauen um Erlaubnis bitten, lehnen diese jedoch ab. Um trotzdem fahren zu können, stellt sich Olli krank. Er lässt sich vom Arzt eine Seereise verschreiben, und Stan soll ihn als Pfleger begleiten. Natürlich werden die beiden das Schiff nie betreten, sondern zum Jahrestreffen fahren. Als dann am Tag ihrer Rückkehr die Nachricht kommt, dass ihr vermeintliches Schiff gesunken ist, droht der Schwindel aufzufliegen. Nun sind kreative Ausreden gefragt … Der Eintritt kostet 5,50 Euro, freigegeben ist der Film ab 6 Jahre.
