ZETEL - Neue Hinweisschilder auf den beiden Friedhöfen in Zetel erinnern die Friedhofsbesucher an die Verhaltensregeln, die es bei dem Betreten der Anlagen zu berücksichtigen gilt. Leider seien die Hinweisschilder notwendig, bedauern Friedhofsausschuss-Vorsitzende Heike Ahlborn und Ausschussmitglied Detlef Kant. „Es nahm überhand mit dem Hundekot“, sagte Heike Ahlborn.

Offenbar gezielt hätten Bürger den Friedhof zum Gassi-Gehen genutzt. Deshalb ist der Friedhof für Hunde nun tabu. Ebenso das Fahrradfahren, ein Verhalten das unter anderem auf dem neuen Friedhof zu erleben war, weil der Friedhof als Abkürzung von Kronshausen zum Ohrbült genutzt wird. Und auf dem alten Friedhof an der Kirche nutzten Kinder den Kirchenhügel als Mountainbike-Strecke. Eine weitere Begebenheit: Bei Beerdigungen sei oft zu beobachten, dass Friedhofsnutzer am Grab weiterarbeiten, während der Trauerzug daran vorbeizieht oder gar der Pastor und die Trauergemeinde am Grab stehen – ein Verhalten, dass die Kirchengemeinde bedauert.

Was Menschen sonst noch alles einfällt: Kürzlich haben Unbekannte auf dem neuen Friedhof alle fünf Wasserhähne aufgedreht, was zu einer erheblichen Vernässung des Bodens geführt hat. Zu den Erlebnissen, die Heike Ahlborn und Detlef Kant auf dem Friedhof hatten, zählte auch die Reaktion der Angesprochenen: „Wo steht das?“, stellten sich manche dumm, wenn sie darauf hingewiesen wurden, dass es auf dem Friedhof nicht erlaubt sei, mit dem Rad zu fahren. Nun steht es dort auf zehn Hinweisschildern an allen Eingängen. Die Hinweisschilder enthalten Piktogramme, die das Rauchen, das Radfahren, Hunde und das Spielen untersagen. „Man kann die Leute jetzt zumindest ansprechen“, sagte Heike Ahlborn. Ein Kind, das kürzlich auf dem Fahrrad den Friedhof befuhr, hatte Heike Ahlborn gebeten abzusteigen. Ihr folgte eine Frau, ebenfalls auf dem Rad, die aber nicht abstieg, schildern die beiden Ausschussmitglieder Reaktionen.

Die Kirchengemeinde hält für Interessierte ein Informationsblatt über den Friedhof bereit. Es liegt in der Kirchenverwaltung (Corporalskamp 2, dienstags und donnerstags 9 bis 12 Uhr, Tel. 04453/2033) und in der St.-Martins-Kirche aus. Dort sind auch Informationen über die Nutzungsrechte und -dauer enthalten. Und der Pastor i.R. Reinhold Carels hat ein lesenswertes Buch über die Geschichte der Kirchengemeinde geschrieben, es enthält viele Informationen über die Friedhöfe.