ZETEL - Eines besonderen Jubiläums wurde am Sonntag im Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Zetel in der St.-Martins-Kirche gedacht: Am vierten Advent 1959 wurde der langjährige Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Zetel, Horst Ulbricht, durch die Ordination im Dom zu Magdeburg zum geistlichen Amt gesegnet und gesandt. Pfarrer im Ruhestand Horst Ulbricht hielt am Sonntag selbst die Predigt anlässlich seines Ordinationsgedenkens.

Studium in Halle

Geboren und aufgewachsen in Eisleben, fühlte sich Pastor Ulbricht erst in den letzten Schuljahren, so erzählt er in seiner Predigt, zum Theologie-Studium berufen. Dies absolvierte er in Halle und ins Vikariat ging er nach Belleben, Kreis Bernburg, wo er auch nach der Ordination Dienst tat. 1960 trat Horst Ulbricht in den Dienst der Oldenburgischen Landeskirche.

Zehn Jahre lang war er als Schulpfarrer in Oldenburg tätig, bevor er auf die Pfarrstelle I der Kirchengemeinde Zetel berufen wurde. 27 Jahre lang versah er gemeinsam mit Pastor Reinhold Carels den Dienst an dieser Kirche und in dieser Gemeinde – zahlreiche Gemeindemitglieder und Wegbegleiter erwiesen ihm an diesem Tag zur Feier seines Ordinationsjubiläums die Ehre. Am 13. April 1997 wurde Pastor Horst Ulbricht durch Bischof Dr. Sievers in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger, der heutige Pastor Andreas Kahnt, gedachte seines Ordinationsjubiläums, segnete ihn und dankte für seinen Dienst, seinen Rat und seine Unterstützung in vielen Jahren.

Heimat in Zetel

„Diese Gemeinde ist mir Heimat geworden, die ich festhalten möchte“, sagte Pastor Ulbricht anlässlich seiner Verabschiedung, und noch heute bewohnt der 77-Jährige gemeinsam mit seiner Frau ein Haus An der Hasenweide in Zetel.