ZETEL - Erstmalig auf ihrer schon traditionellen Winterleed-Tour durch alte Kirchen Ostfrieslands und Frieslands gastierte die vierköpfige Friesenfolk-Formation „Laway" am vergangenen Sonnabend in der noch weihnachtlich geschmückten St.-Martins-Kirche in Zetel. „Wir haben auf unserer Winterleed-Tour in mehreren schönen alten Kirchen gespielt, da passt dieses 750 Jahre alte geschichtsträchtige Bauwerk in Zetel genau dazu. Wir sind heilfroh, dass wir hier spielen dürfen", freute sich Gerd Brandt, Frontmann von „Laway". Nicht nur die Kirche selbst bot den passenden Rahmen für die musikalische Veranstaltung, sondern auch das Publikum, das sich einmal mehr für die stimmungsvollen plattdeutschen Lieder und den Friesenfolk begeistern konnte. Entsprechend schnell hatten sich die Sitzreihen in der St.-Martins-Kirche gefüllt..
Mit kurzen Einleitungen, kleinen Geschichten und Erläuterungen auf Plattdeutsch stimmte Gerd Brandt das Publikum jeweils auf die besinnlichen, fröhlichen, traurigen, aber auch zuversichtlichen Lieder und Instrumentalstücke mit Gitarren, Flöten, Geigen, Handharmonika und weiteren Instrumenten ein. Immer wieder forderte er dazu auf, Refrains mitzusingen oder das Quartett, zu dem auch Petra Fuchs, Jörg Fröse und Tilo Helfensteller zählen, durch Klatschen musikalisch zu unterstützen und zu ergänzen.
Das Programm der „Winterleed-Tour" setzt sich überwiegend aus Stücken älterer CDs, wie „Winterleed", „Windgesang" oder „Hartleed" sowie auch der neuesten CD „Seils ut Sülver" zusammen. Es ist ein musikalischer Streifzug durch die Zeit um den Jahreswechsel, vom Spätherbst bis zum nahenden Frühling, mit alten und neuen Liedern und traditionellen Volkstänzen aus Skandinavien, England, Irland, den Niederlanden und Ostfriesland. „Laway" hat die Stücke auf eigene Weise neu interpretiert und trägt sie auf Plattdeutsch vor. Die Musikstücke der „Winterleed-Tour" thematisieren den spätherbstlichen Wandel der norddeutschen Landschaft, die Advents- und Weihnachtszeit, das Leben an der Küste, Seefahrergeschichten und immer auch Zwischenmenschliches.
Nach gut zweieinhalb Stunden beendete „Laway" das Konzert mit zwei Zugaben, die das kräftig applaudierende Publikum eingefordert hatte. Dabei gelang es dem Folkensemble zum Abschluss noch einmal, mit dem Titel „De See, de gifft, de See, de nimmt" die St.-Martins-Kirche „zum Rocken" zu bringen.
