Zetel - Faszination für die Absonderlichkeit der Motive, Bewunderung für die realistische Darstellung und das beklemmende Gefühl, das diese Kombination ausmacht: Das fühlen Kenner und Liebhaber beim Anblick der Kunstwerke des „Magischen Realismus’“ im südlichen Friesland. Der bekannte Künstler Franz Radziwill hat diese Stilrichtung einst in Dangast geprägt. Nun wird die Wucht des „Magischen Realismus“ in einer nie dagewesenen Fülle wieder ins südliche Friesland kommen: mit der internationalen Ausstellung „Magical Dreams“.

Ab Samstag, 19. Mai, werden 37 internationale Künstler ihre Werke in der Galerie Südliches Friesland, Neuenburger Straße 59 in Zetel, ausstellen.

Zetels Kulturkoordinator Iko Chmielewski hat die Verbindung zwischen den Werken dieser Künstler und Franz Radziwill hergestellt. „Franz Radziwill schuf detailgenaue Landschaftsmalereien von beinahe fotografischer Präzision, die aber fast immer durch surreale Elemente gebrochen wurden. Dies ließ ihn zu einem bedeutenden Vertreter des magischen Realismus’ werden. Nun kehrt die magisch-realistische Kunst in die Heimat Franz Radziwills zurück“, sagt er. „In der magisch-realistischen Kunst Franz Radziwills verschmilzt greifbare Wirklichkeit oft mit Halluzinationen einer sphärischen Welt.“ Mit der Ausstellung „Magical Dreams IV“ präsentieren die polnische Kunstgalerie Bator und die Galerie Südliches Friesland mit Unterstützung der Gemeinde Zetel eine außerordentliche Gruppe von 37 international anerkannten Künstlern aus dem Bereich des „Magischen Realismus“ und der fantastischen Kunst.

Am 19. Mai wird die Ausstellung eröffnet. Beginn ist um 17.30 Uhr mit einem musikalischen Empfang im Garten der Galerie „Südliches Friesland“. Eliane und Fabian Menzel spielen das Werk „Alpensplitter“ (2015) für Oboe-Englischhorn und Violine. „Das Werk ermöglicht den Zuhörern vielfältige Assoziationen und entführt sie in Sphären ungeahnten Ausmaßes“, sagt der Musiker Professor Fabian Menzel.

Danach gibt es eine kurze Einführung in die Ausstellung. In drei Ausstellungsbereichen werden über siebzig spannende Werke – von Gemälden bis Skulpturen – erstmalig in der Nordwestregion gezeigt. Die Künstler und damit auch die Werke stammen aus zwölf Ländern von den USA über Lateinamerika bis Europa.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni täglich von 11 bis 18 Uhr (außer montags) sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 04452/919294 zu sehen.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales