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Zucht „So ein Italiener hat doch was“

Wolfgang Müller

ZETEL - Ein bisschen verlegen war Malte Koick schon, als er die Trophäe entgegennahm – hatte er doch überhaupt nicht damit gerechnet, dass er für seine Zwerghühner „Antwerpener Bartzwerge“ einen Preis bekommt. Schließlich beschäftigt sich Malte noch gar nicht so lange mit der Zucht – denn er ist erst vier Jahre alt. Mehr Erfahrung bringt da schon sein Großvater Franz Wilkenjohanns mit, der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Zetel, der am Wochenende im Vereinsheim der Kleintierzüchter in Osterende seine Lokalschau veranstaltete.

Geflügel vor Partei

Zu den ersten Gratulanten gehörte die Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer (SPD). Eigentlich hätte sie nach Oldenburg zum Parteitag gemusst, „aber diese Veranstaltung hier lasse ich mir nicht nehmen“, erklärte sie nach einem Rundgang durch die Ausstellung, bei der ihr die farbenfrohen Italiener am besten gefielen: „So ein richtiger Italiener, der hat doch was“, meinte sie. Übrigens ist sie selbst mit Hühnern aufgewachsen, „da fühlt man sich gleich wohl, wenn man hierher kommt“, lobte sie die Atmosphäre der Ausstellung.

Auch Bürgermeister Heiner Lauxtermann würdigte das Engagement der Züchter – und freute sich, dass auch junge Züchter für den Fortbestand des Vereins sorgen, „in dem ein wunderschönes Hobby gepflegt wird“. Eine solche Ausstellung sei ein gutes Angebot in der Gemeinde Zetel.

Wilkenjohanns hatte zur Ausstellungseröffnung auch den Ratsvorsitzenden Bernd Pauluschke, weitere Mitglieder des Rates, vom Kreisverband Oldenburg-Nord den Vorsitzenden Volkwin Janßen, den Schatzmeister Friedrich Hinners und die Jugendleiterin Christa Popken begrüßen können, ebenso Abordnungen befreundeter Vereine.

Weit über 200 Tiere

Weit über 200 Tiere repräsentierten die erfolgreiche Zuchtarbeit des vergangenen Jahres. Vereinsmeister wurden Jan Bohlen (Hühner), Eduard Janßen (Zwerghühner) und Heike Carstensen (Tauben), Jugendmeisterin darf sich Chantal Bohlen (Zwerg-Welsumer) nennen, sie erhielt auch den Jugend-Wanderpreis. Leistungspreise erhielten Hilmar Buntkiel und Horst Maschke, der auch den Gesamtleistungspreis entgegennehmen konnte. Der Meisterpokal ging an Franz Wilkenjohanns. Jubiläumspokale dürfen sich Jan Bohlen, Eduard Janßen und Hilmar Buntkiel in die Vitrine stellen. Einen weiteren Preis gab es für Rudolf Pfabe. Mit der Bestnote „Vorzüglich“ zeichneten die Preisrichter Tiere von Eduard Janßen, Horst Maschke und Heike Carstensen aus.

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