Hude - Das Diakonische Werk Oldenburg will gemeinsam mit dem Haus Marienhude, der Kommunalpolitik und der Gemeindeverwaltung ein einvernehmliches Konzept für die Nutzung der Bildungsstätte und des dazugehörigen Grundstücks erarbeiten. Das haben die Vorstandsmitglieder Uwe Kollmann und Thomas Feld in einem Gespräch mit Hudes Bürgermeister Axel Jahnz versichert.

In der vergangenen Woche hatten Vermessungsarbeiten zur Grenzfeststellung auf dem Areal Anlass zu Spekulationen gegeben. Kollmann und Feld bestätigten, dass eine „kleine Gruppe“ an das Diakonische Werk herangetreten sei, um das Grundstück im Bereich Lerchenstraße einer wirtschaftlichen Nutzung, sprich Bebauung, zuzuführen. Dies sei beim Vorstand auf Ablehnung gestoßen. Die Vermessungsarbeiten hätten keinen konkreten Hintergrund gehabt. Es sei lediglich um „das Ausloten eventueller späterer Nutzungsmöglichkeiten“ gegangen, betonte die Führungsspitze des Diakonischen Werkes. Kollmann und Feld versprachen, die Gemeinde Hude „zu jeder Zeit mit ins Boot zu holen“. Die von außen wahrgenommene „Hauruck-Situation“ sei nicht Absicht des Diakonischen Werkes gewesen, betonte das Vorstandsduo.

Bestandteil des zu erarbeitenden Konzeptes soll auch eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes sein, erklärte Bürgermeister Axel Jahnz: „Eine jetzt mögliche Bebauung kann dem gesamten Ensemble nur Schaden zuführen.“ Nur eine gemeinsame Lösung sei eine gute Lösung.

Bei einem für Oktober geplanten Treffen mit den Vorsitzenden der Huder Ratsfraktionen sowie den Einzel-Ratsmitgliedern Veruschka Schröter-Voigt (Linke) und Ursula Budde (Freie Wähler) will die Führungsspitze der Diakonie persönlich die wirtschaftliche Situation des Hauses Marienhude darlegen. Auch der Huder Gemeindekirchenrat soll einbezogen werden.

„Allen Beteiligten ist die Verantwortung für die Liegenschaft bewusst. Es ist das Ziel Marienhude langfristig – auch für die Öffentlichkeit – zu sichern“, fasste Bürgermeister Axel Jahnz das Gespräch mit dem Diakonie-Vorstand zusammen. Mit diesem „ersten Schritt“ zeigte er sich zufrieden. Jetzt sei Kreativität von allen Seiten gefordert.