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und Präventionsrat.An jenem Sonnabend hatte sich Robertson nachmittags mit seiner Kollegin Barbara Schmidt-Gaden (Mitglied im Solistenensemble) zum Kaffee verabredet. Beim Treffpunkt, Theaterwall/Ecke Gaststraße, wartete der 23-Jährige auf die Mezzosopranistin. Er beobachtete, wie ein alter Mann am Rollator sich ungewöhnlich langsam auf dem Gehweg des Theaterwalls vorwärts bewegte. „Der Mann machte einen verwirrten Eindruck, sein Blick war leer. Ich sprach ihn an und fragte, ob ich helfen könne“, erzählt der in San Francisco geborene Robertson. Was der Theatermitarbeiter zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Nach dem gehbehinderten 72-Jährigen wurde bereits gesucht. Vom zuständigen Pflegeheim in Eversten war der Alzheimer-Patient als vermisst gemeldet worden.
Da der Mann auf Fragen keine klaren Antworten geben konnte, ahnte Robertson, dass etwas nicht stimmte. Vorsorglich verständigte er per Handy die Polizei.
Inzwischen war auch Barbara Schmidt-Gaden eingetroffen. Bis zum Eintreffen der Polizei kümmerten sich die Theaterleute um den 72-Jährigen. Gesprächsstoff gab es reichlich. Robertson: „Es stellte sich heraus, dass der Mann früher als Garderobier am Theater gearbeitet hatte.“
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