Habbrügge - Junge Leute zieht es in die Stadt, dorthin, wo was los ist, wo es Kneipen gibt, Partys und überall freies W-Lan. Soviel zum Klischee. Corinna Lüschen will das überhaupt nicht. Die 25-Jährige lebt in Habbrügge, im Haus ihrer Eltern hat sie ganz oben unterm Dach ihr eigenes Revier. Und dort möchte sie bleiben. Selbst falls sie mal bauen würde, käme dafür nur die familiäre Scholle an der Welsestraße in Frage.
Die Lehrerin im Referendariat lebt gern auf dem Land – wie etliche junge Leute in der Gemeinde Ganderkesee, die ihr Dorf und seine Menschen mögen, in den örtlichen Vereinen mitmischen und zu Maifeiern oder Schützenfesten ebenso gerne gehen wie zu Partys mit Altersgenossen. Die NWZ wird einige noch in den nächsten Wochen besuchen und mit ihnen zu Plätzen in den Dörfern fahren, die den jungen Menschen etwas bedeuten – so wie mit Corinna Lüschen in Habbrügge und Falkenburg.
Sie schätzt die gute Nachbarschaft im Dorf: „Wir haben hier ein gutes Verhältnis, auch zwischen den verschiedenen Generationen“, sagt die junge Frau, die selbst mit ihrer Oma unter einem Dach wohnt. Im Schützenverein ist sie besonders aktiv, aber auch im Ortsverein engagiert sie sich. Ansonsten fährt sie in der Freizeit viel Fahrrad, gerne zum Falkensteinsee oder in den Hasbruch – immer nah dran an Falkenburg und Habbrügge.
