Wahnbek - Zum 10-jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Modelleisenbahn der Grundschule Wahnbek wollte Peter Strop mit seinen AG-Mitgliedern den Besuchern am Sonnabend etwas Besonderes bieten: ein „Sound-Modul“. Auf dem Bahnhof ertönte nach dem „vernehmbaren“ Glockenschlag: „Türen schließen und Vorsicht bei der Abfahrt“.

Maren (9) und Ole (8) „steuerten“ dieses Sound-Modul. Ob ein Zug ankam oder abfuhr oder wichtige Durchsagen gemacht werden mussten – vom digital gesteuerten Sound-Modul kamen die richtigen Ansagen.

Aber auch die große Videowand war ein Hingucker. Eine Lokomotive wurde mit einer Kamera ausgestattet, die die Fahrten übertrug und aus der Lokomotive-Perspektive zeigte, was an der Strecke lag.

Peter Goerke, Vater eines AG-Mitgliedes, hat die Videowand nebst Lokomotiv-Kamera konstruiert und angebracht. „Über dieses Engagement freuen wir uns natürlich besonders“, sagte Strop. Und er war auch voll des Lobes über die anderen Mütter und Väter. „Sonst haben wir bis zu sieben Stunden Aufbauzeit benötigt, in diesem Jahr lief die erste der zwölf Lokomotiven nach drei Stunden“, erzählte er stolz. „Auch Geschwister und die Opas der AG-Mitglieder halfen gern.“

Ineke (9) ist ganz neu in der AG und „bewachte“ das Gebiet Brücke mit Fluss, Bauernhof und Fußballstadion. Sie passte auf, dass möglichst keine Unfälle passierten und der Bahnbetrieb zügig ablief. „Das macht Spaß, aber man muss ganz schön die Augen offen halten“, so die Schülerin.

Dann passierte plötzlich im Gebiet der neuen Zooanlage unweit der ebenfalls neuen Industrieanlage etwas. Obwohl Marwin (10) genau darauf geachtet hatte, dass er die Geschwindigkeit in der Kurve drosselte, hatte sich die Kupplung bei der Lokomotive der Baureihe 103 gelöst und war ohne Waggons weitergefahren. „Die Kurve scheint ein wenig zu eng für den langen Zug zu sein“, glaubte Wolfgang Grieber, der seinen Enkel Justus (8) begleitete. Mit ein paar fachmännischen Handgriffen und mit Hilfe von Justus und Marwin war die Lokomotive schnell wieder einsetzbar.

So manche Rasteder Familie hatte das Neujahrskaffeetrinken in die Grundschule Wahnbek verlegt. Die Eltern der AG-Mitglieder hatten rund 15 Torten und Kuchen gebacken. Auch Kaija Müller aus Rastede saß mit ihrer Freundin Regine Sauer aus Güstrow gemütlich beim Kaffeetrinken. „Ich hatte bis vor zehn Jahren selbst eine große Anlage mit elf Zügen und zwei Schattenbahnhöfen (unterirdisch) auf dem Boden und interessiere besonders für die neue Technik“, so Kaija Müller. Sie hatte ihre Anlage abmontiert und Teile der Modellbahn-AG gespendet.

Zu den Gästen zählten auch Hilke und Gerriet Schulz von der Freiwilligen Feuerwehr Metjendorf mit ihren 15 „Löschmäusen“. Die jungen Feuerwehrleute hatten ihren ersten Dienst im neuen Jahr in die Grundschule Wahnbek verlegt, um sich „technisch weiterzubilden“.

Im nächsten können sich die Besucher auf ein neues Betriebswerk mit Lokschuppen, eine Drehscheibe und eine Versorgungsanlage für Loks freuen.