Bockhorn - „Man merkt erst selbst, was Heimat bedeutet, wenn man sieht, wie andere Leute ihre Heimat verlieren.“ Das sagt Karin Linden, zweite Vorsitzende des „Spieker“, Heimatbund für niederdeutsche Kultur in Oldenburg. Sie war am Freitag in Bockhorn beim Jahrestreffen der Heimatvereine aus dem Landkreis Friesland dabei. „Heimat bedeutet, sich zugehörig zu fühlen, es bedeutet Verbundenheit“, sagt Karin Linden.
Am Freitag sind Vertreter von 14 Heimatvereinen aus Friesland nach Bockhorn gekommen. Thorsten Krettek war als Vertreter der Gemeinde Bockhorn dabei und sagte: „Heimat ist eine Beziehung von Mensch und Raum, es ist der Raum, in dem der Mensch geboren wurde.“ Die Gäste in Bockhorn setzen sich alle für die gleiche Sache ein. Und doch ist Heimat für jeden ein anderer Ort.
In diesem Jahr zeigte Margrit Hayen vom Verein für Heimatgeschichte Bockhorn, was für sie zur Heimat gehört, und lud die Vertreter der friesischen Vereine ins Klinkerinformationszentrum nach Grabstede ein. Geschäftsführer Ernst Buchow führte die Gäste durch die Klinkerproduktion – die einzige und letzte im Landkreis. Einst hatte es rund 70 Ziegeleien gegeben, sie gehörten einfach dazu, zu Bockhorn, zur Heimat.
