Lemwerder - Mitte der vergangenen Woche hatte Christel Krapp-Heckers von der Kinderkrebshilfe Lemwerder noch Bedenken, ob denn ausreichend Besucher kommen würden. Zweifel, die sich zum Glück als völlig unberechtigt herausstellen sollten, freute sich Hans-Joachim Beckmann. Im Gegenteil: Es mussten noch Stühle dazugestellt werden. Viele Worte verlieren wollte der Schirmherr der Kinderkrebshilfe Lemwerder bei der Begrüßung der Sinatra-Fans aber nicht, sondern am Sonnabend lieber Jens Sörensen die Bühne der Begu in Lemwerder überlassen.
Hintergrundchor
Das Sinatra-Double verstand es bestens, seinem Publikum die Illusion eines Konzerterlebnisses in Las Vegas oder New York zu verschaffen und nahm es mit auf eine biografische Zeitreise durch das bewegte Leben des Weltstars. Wie „Frankyboy“ mit 17 Jahren seine Bühnenkarriere startete, seine Ehen, die innige Freundschaft zum Whiskey, die Höhen und Tiefen als Sänger, sein Leben als Entertainer oder Schauspieler oder auch die angebliche Verbindung des Stars zur Mafia brachte Sörensen zwischen den vielen bekannten, verblüffend echt interpretierten Evergreens des Stars auf die Bühne. Immer wieder wurde dabei der Einsatz der Zuschauer gefordert, die nicht nur begeistert im Takt klatschten, die Arme schwenkten und mit den Fingern schnippten, sondern auch gerne einen lautstarken Backgroundchor für Jens Sörensen bildeten.
Von Arbeit beeindruckt
Beim 25. Jubiläum der Kinderkrebshilfe lernte das Sinatra-Double im Februar bei einem kurzen Auftritt die Arbeit des Lemwerderaner Vereins kennen und war beeindruckt von dessen Arbeit. Spontan erklärte er sich für ein Benefizkonzert bereit, dessen komplette Einnahmen nun dem guten Zweck zufließen werden. Insgesamt 250 000 Euro, von denen stets konkrete Anschaffungen gemacht wurden, hat der Verein in den vergangenen Jahren erwirtschaften können. Unterstützt werde der Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder der Bremer Professor-Hess-Klinik, mit dem die Lemwerderaner Kinderkrebshilfe eng zusammen arbeitet, hieß es. Das Prinzip, niemals Bargeld, sondern die Spendengelder für medizinische Gerätschaften einzusetzen, habe sich dabei bewährt.
Einen konkreten Wunsch für die Verwendung der 25 000 Euro, die sich inzwischen auf dem Konto des Vereins angesammelt haben, gibt es auch schon: Die Kinderkrebshilfe Lemwerders finanziere damit zur Hälfte ein fahrbares Ultraschallgerät. Der Rest des Geldes käme vom Elternverein, teilte der ehemalige Lemwerderaner Bürgermeister während der Veranstaltung mit.
