Barßel - Die Zukunft der mehr als 100 Jahre alten Buche vor dem „Klinkerhaus“ an der Lange Straße in Barßel ist mehr als ungewiss. Das Traditionshaus des ehemaligen Tierarztes und Bürgermeisters von Barßel, Theodor Klinker, weicht einem Neubau. In das von Investor Hoppmann aus Metjendorf geplante Wohn- und Geschäftshaus wird unter anderem die Landessparkasse zu Oldenburg einziehen (die NWZ berichtete). Seit Donnerstag laufen die Abrissarbeiten des „Klinkerhauses“.
Anwohner befürchten, dass die alte Buche durch die Baumaßnahme Schaden nehmen könnte. Mehr noch: Nach Informationen der NWZ soll es sogar ein Gutachten geben, das bescheinigt, dass die Buche aus Sicherheitsgründen gefällt werden müsse.
„Wir wollen alles versuchen, dass der Baum keinen Schaden nimmt“, sagte Bürgermeister Bernd Schulte am Dienstag im Gespräch mit der NWZ . Von einem Gutachten, das eine Baumfällung empfehle, wisse er bislang nichts, betonte der Verwaltungschef.
„Viele Barßeler machen sich Sorgen“, sagte die Wahlbarßelerin Dr. Dorothee Berrisch-Hempen. Schon ihre Großmutter habe sich an diesem „Ortsbild prägenden Baum“ erfreut. „Es wäre schlimm, wenn dem Baum und den Wurzeln etwas passiert.“ Dorothee Berrisch- Hempen wünsche sich vom Investor, dass dieser die erforderliche Sorgfalt walten lasse.
„Wenn wir den Baum halten wollen, müssen wir ihm Platz geben“, sagte Stefan Westerkamp von der Baumschule Bruns in Barßel. Jeder Eingriff in den Wurzelbereich wirke sich negativ auf den Baumbestand aus.
