Wardenburg - Wardenburg feiert sein Schützenfest. Festliche Aufmärsche, köstliche Düfte auf dem Festplatz und Rummel im Festzelt. Wird diese Tradition nach dem diesjährigen 69. Mal weiterhin bestehen bleiben? „Nicht wie wir es kennen“, befürchtet Friedrich Taubert, Vorsitzender des Wardenburger Schützenvereins. „Wie schon die Orte Husbäke, Wildenloh, Petersfehn und Osterscheps denken wir zurzeit darüber nach, die Schützenfeste intern in den Vereinen zu feiern,“ sagte Taubert am Sonntag vor dem Empfang der auswärtigen Vereine beim Wardenburger Hof zur NWZ.
Dem Verein fehle der Nachwuchs, und die Resonanz aus der Bevölkerung sei ebenfalls nicht genug. Auch wild um sich schießende Amokläufer – Taubert spielte damit auf den Amoklauf in Winnenden 2009 an – trügen nicht zum guten Image der Schützen bei, erklärt Taubert die interne Diskussion. Immerhin sieben Vereine sind Teil des Schützenbundes Huntestrand mit Munderloh, Tweelbäke, Kirchhatten, Sandkrug, Huntlosen und die Jugendgruppe Schießsportgemeinschaft Huntestrand.
Zumindest meinte es der Wettergott nach reichlich Regen doch noch gut mit den Schützen und rechtzeitig zum Abmarsch hielt die Dusche von oben inne.
Begleitet von Feuerwehr und Polizei ging es mit „Preußens Gloria“ und dem „Kyffhäuser Marsch“ durchs Dorf. Vorne weg mit den Ehrengästen Pastorin Monika Millek und Wardenburgs stellvertretendem Bürgermeister Detlef Sonnenberg. In diesem Jahr allerdings ohne den neuen Schützenkönig Gerold Speckmann, der aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. „Alles in allem sind wir in diesem Jahr zufrieden mit dem Ablauf und den Besucherzahlen“, erklärte Taubert abschließend. Zum Festkönig wurde in diesem Jahr Erwin Schwarzer vom Schützenverein Sandkrug gewählt.
An diesem Montag wird das Schützenfest ausklingen mit dem Kinderkönigschießen, einem bunten Nachmittag für Jung und Alt und dem Kinderumzug mit Luftballonwettbewerb auf dem Irma-Parkplatz. Abends steigt die Kultnacht mit DJ Thomas Rabius. Letzter Höhepunkt ist dann um 22.30 Uhr das große Höhenfeuerwerk.
