Burhave - Eine Bienenkönigin legt 2000 Eier am Tag. Und jede ihrer 80 000 Arbeiterinnen kann ein Drittel ihres eigenen Körpergewichtes tragen. Die Butjadinger Ferienpasskinder staunten Bauklötze, als ihnen der Burhaver Imker Rainer Schied diese und noch viele weitere spannende Informationen über Honigbienen verriet.

So ein Bienenstaat mit seinen vielen tausend kleinen Wesen sei perfekt organisiert, erzählte Rainer Schied. Im Sommer füllt das Volk in nur wenigen Tagen die Waben mit köstlichem Honig. Die weiteren Bewohner, ein paar Hundert Drohnen, erfüllen während ihrer nur wenige Wochen andauernden Lebensdauer ihre wichtige und einzige Aufgabe: die Befruchtung der Königin. Die männlichen Bewohner des Bienenstocks, so erfuhren die Ferienpasskinder, gehen nicht auf Nahrungssuche, und sie besitzen auch keinen Stachel.

Der Burhaver hat die Liebe zur Imkerei von seinem Vater Helmut Schied geerbt. Der hatte auf einem großen Grundstück an der Oldenburger Straße seine Bienenstöcke gepflegt. Dann habe der Beruf ihm leider keine Zeit mehr gelassen, sein Hobby noch weiter auszuüben, erzählt Rainer Schied. Der Burhaver ist vor fünf Jahren in die Fußstapfen seines Vaters getreten, hält nun in seinem Garten neun Bienenstöcke und betreut in Fedderwardersiel und in Iffens weitere Völker, die für ihn fleißig auf Nektarsuche gehen. „Wir Imker nennen diese Ernte der Honigbiene Tracht“, erfuhren die Kinder von Rainer Schied.

„Ich mag Bienen“, meinte der vier Jahre alte Lion. Obwohl die kleinen Honigsammler die Kinder emsig umschwirrten, hatten die jungen Besucher keine Angst und vertrauten der Aussage von Rainer Schied: „Die sind ganz friedlich“. Und das waren die Bienen wirklich – sogar als der Imker die prall mit Honig gefüllten Waben aus dem Stock nahm und die Tiere vorsichtig in einen Eimer abstreifte.

Eigentlich sei der Honig Futter, das die Bienen sammeln, um über den Winter zu kommen, erklärte der Imker den Kindern. Als Ersatz bekämen die Bienenvölker einen Zuckersirup. In wenigen Wochen, lange vor Beginn der kalten Jahreszeit, ziehen sie sich mit ihrer Königin in ihren Stock zurück und warten auf den nächsten Frühling.

Gut, dass die Bienen ihren Honigvorrat so bereitwillig hergeben. So konnten sich die Kinder zum Abschluss der Ferienpassaktion ein leckeres Honigbrot schmecken lassen.