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NWZonline.de Nachrichten Kultur

SATIRE-SHOW: Zurückrudern als olympische Disziplin

27.10.2009

OLDENBURG Axel Naumer betritt die Bühne der Oldenburger Kulturetage, um das Publikum auf die bevorstehende Radioaufzeichnung des Monatsrückblicks des NDR-Info Satiremagazins „Intensiv-Station“ einzuschwören: „Wir haben im Programm ein paar Pointen versteckt. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob da eine Pointe war oder nicht, würde ich Sie trotzdem um eine Reaktion bitten. Zeigen Sie den Leuten da draußen, dass Oldenburg tobt.“

Bester Monat des Jahres

Die Bedenken des Gastgebers konnten schon zu Beginn der Aufzeichnung zerstreut werden, als Naumer lautstark die Sendung anmoderierte: „26. Oktober, 5 nach 9, es ist Oldenburg, hier ist NDR-Info mit dem satirischen Monatsrückblick auf den bisher besten Monat des Jahres“ und 300 Zuschauer ihm sofort begeistert folgten.

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Der beste Monat des Jahres? Der Koalitionsvertrag, die Schweinegrippe und die Diskussion um den Impfstoff, Windows 7, der Niedergang von Quelle, Thilo Sarrazin und die Frankfurter Buch-messe – nach eineinhalb Stunden ultraschnellem Kabarett, dargeboten von einem guten Dutzend Beteiligten, ist man gewillt zu glauben, dass es nicht nur der beste Monat des Jahres war, sondern der beste Monat seit langer, lan-ger Zeit für das deutsche Kabarett.

HG Butzko, der selbst ernannte Freie Radikale des deutschen Kabaretts, bringt es bei seinem rasanten Gastauftritt auf den Punkt: „Vier Jahre Guido Westerwelle als Außenminister, das sind vier Jahre goldene Zeiten für das Kabarett.“ Auch sonst scheint es, dass das Team der Intensivstation durch Schwarz-Gelb neue Kraft schöpft, anders kann man dieses Poin-ten-Feuerwerk nicht erklären: „Golf und Rugby sind 2016 olympische Disziplinen. Extra für die FDP wird noch das Zurückrudern eingeführt“.

Keine Verschnaufpause für das Publikum: Die Radioaufzeichnung eines Kabaretts funktioniert eben anders als ein gewöhnlicher Kabarett-Abend. Es spielte keine Rolle, dass der Großteil der Texte abgelesen, sozusagen Radio für die Augen geboten wurde. Wenn einmal ein Sketch nicht zündete, wurde schnell zum nächsten Sujet gewechselt.

Für einen fast schon philosophischen Tonfall im Monatsrückblick sorgte der Kabarettist und Dichter Fritz Eckenga. Er erzählte aus einer wunderbaren „Working-Class“-Perspektive vom „Tag, als Opel für ihn starb“, bevor mit dem Hörspiel „Harry Stahl und die Entdeckung der geheimen Tagebücher des Erich Honeckers“ der Höhepunkt des Abends eingeläutet wurde.

Überraschungsgast

Auf einer wilden Hetzjagd durch Oldenburg, mitsamt einem überraschenden Gastauftritt des Oldenburger Oberbürgermeisters Gerd Schwandner, der professionell in der Hörspiel-Posse den 402. Kramermarkt für eröffnet erklärte, mussten Honeckers Tagebücher vor bösen Machenschaften verteidigt werden. Dabei war natürlich klar: Die Pointen waren nicht dezent versteckt, sondern großzügig und publikumswirksam platziert.

Der nächste NDR-Info Intensiv-Station-Monatsrückblick findet am Sonntag, 29. November, im Pumpwerk in Wilhelmshaven statt.

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