Nordenham - Viel Lob und ein herzliches Schulterklopfen: „Eine wirklich tolle Zusammenstellung!“, sagte ein Zuschauer und brachte damit die Meinung des Publikums auf den Punkt. Die Gäste des doppelten Weihnachtskonzerts in der urgemütlichen Atmosphäre des vorweihnachtlich geschmückten Güterschuppens waren begeistert.
Dierk Smit fühlte sich bestätigt. Er ist der Leiter und Motor von Absiliat, einem noch blutjungen Chor, der durch den Zusammenschluss des Singkreises Abbehausen mit der Atenser Liedertafel entstand. Sein Name ist nicht etwa aus dem Lateinischen von absilire (wegspringen) abgeleitet, sondern ist die Kombination der Anfangsbuchstaben beider Alt-Chöre.
Die 42 Sängerinnen und Sänger arbeiten zwar erst seit Anfang September zusammen, aber sie arbeiteten hart, sehr hart für dieses Konzert. „Dabei wuchsen wir zusammen“, sagt Dierk Smit, „das war nicht immer leicht, doch die Truppe kann auch gut miteinander.“
Dierk Smit führt Regie
Das Weihnachtskonzert im Güterschuppen des Theaters Fatale war das siebte in Folge, das die Handschrift von Dierk Smit trug, und das erste, dessen Organisation von Absiliat übernommen wurde. Mit dabei die Ruhwarder Saitenhiebe unter der Leitung von Bernd Bultmann, die Nordseekrabben Burhave unter der Leitung von Petra Preißler und aus Nordbremen die jugendliche Songgruppe Jojalili , die sich aus den beiden Geschwisterpaaren Johann und Lisa, Jan und Liesa zusammensetzt. Das Quartett hatte vor zwei Jahren schon einmal beim Weihnachtskonzert für Begeisterung gesorgt.
Ein großer Aufwand und ein großer Anspruch. Die Organisatoren hatten für 15 Uhr und für 19 Uhr zu gleich zwei Weihnachtskonzerten eingeladen – und beide waren restlos ausverkauft. Die Bühne im Güterschuppen präsentierte sich weihnachtlich geschmückt: Der Weihnachtsmann mit seinen vier Rentieren auf dem Weg in den Sternenhimmel, ein staunender Eisbär und zwei Iglus bildeten die Kulisse. Ein Iglu war aufgeschnitten und wurde so zur Konzertmuschel für die Nordseekrabben mit ihren Schifferklavieren.
Als angenehm und wohltuend empfanden die Gäste die „so richtig von Hand gemachte Musik“, bei der auf Mikrofone und Verstärkertechnik verzichtet wurde. Nur die Songgruppe griff darauf zurück, um auch ihre leisen Töne bis an den letzten Tisch bringen zu können, wie beispielsweise bei der eigenwilligen Interpretation von Rod Stewarts Song „Sailing“.
„Das Programm ist völlig neu. Nichts ist so wie früher,“ verriet Dierk Smit gleich zu Beginn. Aber es blieb durchweg weihnachtlich. Bekannte Lieder wie „Jingle Bells“, „Kumbaya my Lord“ und „De leeve Mond“ erklangen ebenso wie „De Dannenboomschlacht“ oder „O Bethlehem, du kleine Stadt“.
Amüsantes zwischendurch
Zwischen den einzelnen Programmblöcken unterhielten Dierk Smit mit amüsanten Weihnachtsgeschichtchen und Bernd Bultmann mit gekonntem Klamauk das Publikum.
Zum Abschluss der gelungenen Feier wünschte Absiliat „Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr“ und lud alle Gäste ein, gemeinsam „O du fröhliche“ zu singen.
