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Anrufbus in Aurich Fahrt mit umstrittenem „Geisterbus“ kostet jetzt einen Euro

Der Anrufbus soll seine Fahrten im kommenden Jahr einstellen.

Der Anrufbus soll seine Fahrten im kommenden Jahr einstellen.

Archiv

Aurich - Der Anrufbus, der von Aurichern im Stadtgebiet für Fahrten auf Zuruf genutzt werden kann, gibt weiter Anlass für Streit im Stadtrat. Bei dem Angebot, das zum Jahresende eingestellt werden soll, wird für eine Fahrt von den Nutzern inzwischen ein Euro kassiert. Als Grund nennt Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) die höheren Parkgebühren auch zu Zeiten, die während der vergangen beiden Jahre kostenlos waren.

Feddermann sieht die Nutzung weiter als günstige Alternative zum Auto an, deshalb sei die Erhebung eines geringen Fahrgelds zu vertreten. Das sahen die Ratspolitiker auch im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss (VA) so, wo dem Vorschlag zugestimmt wurde.

Aus zum Jahresende

Beendet werden soll das Angebot, das die Stadt jährlich 350 000 Euro kostet, weil mit dem Landkreis Aurich ein ausgeklügeltes Buslinien-System entwickelt wird. Wie lange das dauert, kann noch niemand sagen, aber acht Jahre sind bereits im Gespräch. Gutachter sind dabei, bestehende Linien in der Stadt und dem Umland zu vernetzen. Während der Haushaltsdebatte gab der Anrufbus erneut Anlass für Diskussionen, sollten dafür später keine weiteren Haushaltsmittel eingeplant werden. Gila Altmann (Grüne) hält es für sinnvoll, den Anrufbus für mindestens drei Jahre noch einzuplanen. Feddermann dagegen will Haushaltsmittel aber nicht auf Verdacht einplanen, sondern erst dann, wenn „wir die Kosten kennen“, sagt er.

„Steuerverschwendung“

Volker Rudolph (GAP) sieht ebenfalls die Notwendigkeit, den Anrufbus länger einzuplanen, wenn acht Jahre für die Großplanung der Liniennetze erwartet werden. „Der Anrufbus löst sich ja nicht in Luft auf. Wir können nicht blauäugig da rangehen“, so Rudolph. Gila Altmann will Nägel mit Köpfen machen: „Wir brauchen ein Zeitziel, um den Stadtbus sicherzustellen“, sagt sie.

Richard Rokicki (AWG) wiederum hält die Diskussion für überflüssig. „Warum klebt man so an dem Anrufbus“, forderte er stattdessen ein „vernünftiges Konzept“ für den Nahverkehr, zumal er den Anrufbus meist leer durch die Stadt fahren sehe. „Das ist ein Geisterbus und deshalb Steuergeldverschwendung. Daran ändert auch ein Euro Fahrgeld nichts.“

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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