AURICH/EMDEN - Thilo Hoppe, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Aurich-Emden, und der Landtagskandidat der Grünen, Johann Smid, haben jetzt ihre Klage beim Raad van State in Den Haag gegen die erneut erteilte naturschutzrechtliche Genehmigung der Provinz Groningen für das RWE-Kohlekraftwerk in Eemshaven eingereicht. Sie bemängeln die zögerliche und chaotische Veröffentlichung durch Anzeigen in den ostfriesischen Zeitungen. Sie kritisieren aber insbesondere, dass die angemahnte detaillierte Studie über die Auswirkungen des Kohlekraftwerkes für Borkum und die anderen ostfriesischen Inseln sowie für das Weltnaturerbe Wattenmeer und das ostfriesische Festland mit seinen Naturschutz-, Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebieten nicht erstellt worden sei. Es hätte auch keine Zusammenarbeit mit den entsprechenden deutschen Stellen, wie den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Aurich und Leer, der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasser-, Küsten- und Naturschutz in Norden gegeben. Dies widerspräche dem Ems-Dollart-Vertrag und Europäischem Recht, kritisieren Hoppe und Smid.
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