AURICH - Nach vierwöchiger Pause wurde der Prozess um die Tötung der Leeraner Galeristin Gerda B. am Dienstag fortgesetzt. Ein kleines Mosaiksteinchen zum großen Puzzle steuerte diesmal ein Kriminalbeamter bei, der mit Finanzermittlungen befasst war.
'Am 25. Oktober gegen 15 Uhr ist versucht worden, mit der EC-Karte am Geldautomaten Geld vom Konto des Opfers abzuheben', berichtete der Ermittler vor dem Landgericht Aurich. Mit mehr als 30670,42 Euro war dieses Konto mehr als gut gefüllt. Doch als der Automat die Eingabe der Persönlichen Identifikationsnummer, kurz PIN, verlangte, wurde der Versuch abgebrochen. Eine Videokamera hatte diesen ganzen Vorgang mit einer männlichen Person aufgezeichnet.
Gerda B. selbst konnte die Bankautomaten nicht mehr in Anspruch nehmen. Laut Anklage war sie zu diesem Zeitpunkt schon seit mehreren Tagen tot. Drei Tage später versuchte offenbar dieselbe Person erneut auf das Konto zuzugreifen. Dieses Mal ging es darum, die PIN zu ändern. Drei Versuche schlugen fehl.
Den letzten Geldeingang konnte Christian I. am 31. August verzeichnen: 600 Euro vom Arbeitsamt. Auffällig waren aber seine Schuldnereintragungen. Auch hatte sich der Angeklagte geweigert, eine eidesstattliche Versicherung abzugeben.
Der Prozess wird am 1. August fortgesetzt.
