AURICH/HANNOVER - Während Grüne und SPD den vorläufigen Erhalt der Untersuchungshaftabteilung Aurich der Justizvollzugsanstalt Meppen als Erfolg feiern, gibt es von Ulf Thiele aus Reihen der CDU harsche Kritik an der Entscheidung der niedersächsischen Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne).
'Es ist mir gelungen, die Sondersituation in Aurich der Justizministerin Niewisch-Lennartz zu vermitteln. Jetzt ist es notwendig, zeitnah Gespräche mit den unterschiedlichen Akteuren vor Ort zu führen. Mir ist sehr daran gelegen, den Justizstandort Aurich zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen, daher werde ich den Dialog mit der Justizministerin weiterführen', so äußerte sich Meta Janssen-Kucz (Grüne) nach der Entscheidung ihrer Partei-Kollegin.'
MdL Wiard Siebels (SPD) hob deutlich hervor, dass der Standort Aurich deutliche Unterstützung bei den ostfriesischen SPD-Landtagsabgeordneten und besonders auch durch die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz erfahren habe und kritisierte zugleich die CDU mit Ulf Thiele und Arnold Gossel als auch die FDP, die den Bemühungen in den Rücken gefallen seien.
MdL Ulf Thiele dagegen ist enttäuscht darüber, dass weder Meta Janssen-Kucz noch Wiard Siebels trotz der lautstarken öffentlichen Erklärungen, ihre jeweiligen Fraktionen davon überzeugen konnten, dass der Erhalt der JVA Aurich 'wichtig, richtig und notwendig' ist. 'Viel schlimmer aber ist das Versagen der Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Johanne Modder, in dieser Frage', so Ulf Thiele.
