Aurich/Harlingerland - Die Gezeitenkonzerte 2019 sind verklungen, jetzt wird für die neunte Auflage im kommenden Jahr getrommelt. Landschaftspräsident Rico Mecklenburg kündigte am Sonnabend auf der Landschaftsversammlung in Aurich „mit großer Freude“ neben bekannten Musikern wie Ulrich Tukur mit seiner Band „Die Rhythmus Boys“ auch neue Solisten und Ensembles an. Die Sommerkonzertreihe trägt die Überschrift „Freude!“. Sie würdigt damit den deutschen Komponisten und Pianisten Ludwig van Beethoven, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal jährt.

Der künstlerische Leiter Prof. Matthias Kirschnereit und das Team des Landschaftsforums stellen das Programm zusammen. Mecklenburg versicherte, dass neben der musikalischen Qualität auch die Kasse stimmen wird: Förderanträge an öffentliche Geldgeber und Stiftungen seien gestellt und zum Teil bereits bewilligt, auch stehe die regionale Wirtschaft weiterhin hinter dem Festival. Die Gezeitenkonzerte werden wieder auf einer soliden finanziellen Basis stehen“, betonte der Landschaftspräsident. IHK-Geschäftsführer Dr. Jan Amelsbarg wird ab 2020 offizieller ehrenamtlicher Beauftragter „Wirtschaft fördert Gezeiten“. Damit, so Mecklenburg, würdigt das Landschaftskollegium das seit Jahren erfolgreiche Werben des Musikliebhabers um finanzielle Unterstützung. Der Landschaftspräsident hob „den wachsenden Erfolg“ des Festivals hervor. Allein das Kernprogramm habe in diesem Jahr rund 13 000 Menschen erreicht.

Ihren Auftakt erleben die Gezeitenkonzerte 2020 am 7. Juni in der Martin-Luther-Kirche Emden mit Beethovens neunter Sinfonie und dem berühmten Schlusschor „Ode an die Freude“. Beethoven werde sich wie ein roter Faden bis zum Abschluss am 9. August (auf dem Friesengestüt Brümmer in Bunderhee) durch das weitere Festival ziehen, so Mecklenburg. Zu den Spielstätten zählen unter anderem der Gartenpark in Wiesmoor, das Van-Ameren-Bürgerbad in Emden, das Leeraner Miniaturland und der Badesee in Tannenhausen sowie „die Vielzahl wundervoller Kirchen“ auf der ostfriesischen Halbinsel.

Neben dem Kernprogramm werden auch die Schulprojekte fortgesetzt — sie erreichten, so Mecklenburg, auch in diesem Jahr mehr als 1000 Kinder und Jugendliche. Und der Präsident trommelte noch weiter: Das Festival werde gewohnt facettenreich und „eine Freude“ sein.