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Entsorgung Müllgebühren im Landkreis Aurich bleiben stabil

Klaus-Dieter Heimann

Aurich - In diesem Jahr erzielte der Betrieb noch gut 100 Euro pro Tonne – im kommenden Jahr werde man etwa 60 Euro bekommen, so Dörnath. Etwa 10.000 Tonnen Altpapier werden selbst vermarktet. Der Gebührenbedarf, rund 16,6 Millionen Euro, werde dennoch zu decken sein – unter anderem dank günstiger Dieselpreise für die Müllfahrzeugflotte.

Die Grundgebühr für Bio- und Restmüll wird weiterhin 69 Euro betragen, die Leerung einer Restmüll- oder Biotonne kostet 5,25 Euro bei einem Behältervolumen von 120 Litern. Etwas teurer wird die Abfuhr des Fäkalschlamms aus dezentralen Hauskläranlagen: Statt bisher 38 Euro werden ab kommenden Jahr 41 Euro pro Kubikmeter fällig.

Abfuhr an Grüne: „Kompost erfüllt alle Gütekriterien“

Die Kreispolitiker quittierten die Erläuterungen mit großem Lob. Aus den Reihen von CDU und SPD kam Freude über die Gebührenstabilität und das „innovative Wirtschaften“ rüber. Lediglich die Norderin Beate Jeromin-Oldewurtel (Grüne) sagte: „Unser Anspruch ist höher als das, was hier gelobt wird.“ Die Kreispolitikerin forderte ein größeres Engagement unter „Umweltschutzgesichtspunkten“ und kritisierte, dass mit Mikroplastik belasteter Kompost vom Abfallwirtschaftsbetrieb auf die Äcker gebracht werde. Für diese Aussage kassierte sie jedoch eine klare Abfuhr: „Unser Kompost erfüllt alle Gütekriterien, die zudem ständig verschärft werden. Wir verteilen keinen Kompost mit Kunststoffen“, erwiderte Dörnath. Im Übrigen kümmere sich der Abfallwirtschaftsbetrieb „sehr wohl darum, dass Müll vermieden wird“. Arnold Gossel (CDU, Middels) erklärte, dass Müllvermeidung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei.

Wasserstoff aus Abfall selbst erzeugen

Jochen Beekhuis (AKSBG, Großefehn) fragte nach, ob es Überlegungen gibt, künftig auch Wasserstoff zu nutzen. „Noch sind keine Tankstellen verfügbar“, so Dörnath. Darüber hinaus würde der Betrieb nur auf diesen Brennstoff zurückgreifen, „wenn es wirtschaftlich ist“. Die Kosten für entsprechende Fahrzeuge seien noch doppelt so hoch.

Der Betriebsleiter überraschte jedoch mit einer anderen Auskunft: „Es gibt Überlegungen, Wasserstoff aus Abfall selber zu erzeugen.“ Um hier einsteigen zu können, würden jedoch noch Jahre ins Land gehen: Erst wenn die geplante Erweiterungsfläche beim Betriebsgelände in Großefehn bau- und planungsrechtlich abgesegnet sei, könne diese Idee umgesetzt werden.

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