AURICH - Der Schankraum des Galeriecafés in Bingum stand als Tatort, an dem Gerda B. in der Nacht zum 22. Oktober vergangenen Jahres getötet worden sein soll, im Focus des Prozesstages am Dienstag vor dem Landgericht Aurich. 'Es war schon sehr imposant, wie und in welchen Mengen das Blut im Raum verteilt war', berichtete eine Kriminaltechnikerin der Polizeiinspektion Leer/Emden. Doch es dauerte eine Weile, bis das den Spurensuchern und Ermittlern klar wurde. Denn der Tatort war manipuliert worden. Jemand hatte sich nicht nur damit begnügt, Blutspuren wegzuwischen. Um den Ermittlern die Arbeit zu erschweren, waren auch sämtliche Glühbirnen in den Lampen herausgedreht worden. Es war einem kriminalistischen Bauchgefühl und einem kleinen Hinweis zu verdanken, der das Blutbad schließlich sichtbar machte.