Landkreis Aurich - Die Berechnungstabellen für die Betreuung von Kindern durch Tageseltern müssen wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Das hat die Kreistagsfraktion der Grünen im Landkreis Aurich gefordert, nachdem die Kreisverwaltung diese Option im vergangenen Jahr bezüglich einer neuen Satzung angeboten hatte, sollte sich die Satzung in der Praxis nicht bewähren. „Die im letzten Jahr überarbeitete Kindertagespflegesatzung ist zum jetzigen Zeitpunkt schon wieder unzureichend und muss zeitnah überarbeitet werden“, stellt Insa Buß, Mitglied im Ausschuss Kinder, Jugend und Familie des Auricher Kreistages fest. Anlass war eine Zoom-Konferenz mit zwei Tagespflegepersonen. Die Tageseltern waren bereits im vergangenen Jahr nicht restlos mit der neuen Satzung einverstanden gewesen.
Tageseltern wenden sich in ihrer Not an die Grünen
Nun hatten sich zunehmend Tagespflegemütter und -väter an die grüne Fraktion gewandt, weil erneut Fragen und Verbesserungswünsche zum Abrechnungsverfahren laut geworden waren. Diskutiert wurde in der Zoom-Konferenz ein Ausgleich der gestiegenen Energie- und Hygienekosten, wie auch die Berechnung der tatsächlich geleisteten Stunden, sowie die Einarbeitung der Neuerungen aus dem geänderten Niedersächsischen Gesetz über Kindertagesstätten und Kindertagespflege (NKitaG).
Der Landkreis Aurich sei mit seiner Vergütung der Kindertagespflege Schlusslicht in Niedersachsen und rücke die Bezahlung der Tageseltern in der Nähe des gesetzlichen Mindestlohnes. „Letztlich geht es um die Frage: Was ist uns gute Kinderbetreuung wert? Sicher nicht nur 2,05 Euro plus 1,95 Euro Sachkosten-pauschale pro betreutem Kind“, sagt Insa Buß.
Die Grünen wollen die Überprüfung jetzt einfordern
Insgesamt stellt die Grüne Fraktion fest, die Tagesmütter und -väter sollten nicht warten müssen, bis die Evaluierung der Satzung am 31. Juli dieses Jahres abgeschlossen ist, bis sich etwas an Ihrer Situation verbessert. „Wir werden ganz zeitnah das Gespräch mit der Verwaltung suchen, um hier möglichst schnell zu einer besseren, gerechteren und der geleisteten Arbeit würdigen Lösung zu kommen“, sagte Angelika Albers, Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion.
