Bagband - In Bagband wird derzeit noch fleißig gewerkelt, ist doch das ganze 400-Einwohner-Dorf auf den Beinen, um das örtliche Traditionsfest wieder auf die Beine zu stellen. Und in diesem Jahr soll es wirklich klappen. „Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause findet der Bagbander Markt wieder statt“, freut sich der neue Marktmeister Erwin Onnen.
Besucher kommen zahlreich und nehmen sich sogar Urlaub
Am 22. April ist es so weit: Zum 156. Mal beginnt der traditionsreiche Markt morgens mit dem Vieh- und Kramermarkt. „Es werden etwa 50 bis 60 fliegender Händler und Aussteller da sein, die dann ab Donnerstagabend schon aufbauen und auf die zahlreichen Gäste am Freitag hinarbeiten. Da ist immer die Hölle los. Viele kommen von außerhalb, viele nehmen Urlaub für den Tag“, weiß Onnen, der das Amt im Herbst von Focke Gronewold übernommen hat. Der neue Marktmeister betont aber auch, dass nicht nur professionelle Händler verkaufen können: „Auch Privatpersonen können zum Viehmarkt mit Ponys, Ziegen oder Kaninchen kommen – gerne auch spontan noch Freitagmorgen.“
Schausteller sind teilweise schon über 100 Jahre dabei
Über den Tag ist ein großer Besuchermagnet auch der Festplatz mit den vielen Schaustellern, die dem Markt schon über Generationen treu sind und teilweise sogar schon über 100 Jahre ihre Zelte für den Tag in Bagband aufstellen. Neben Familien und Kaufinteressierten kommt auch das Partyvolk auf seine Kosten. „Dafür konnten wir die Liveband ,Hashtag‘ aus Ganderkesee verpflichten“, berichtet Onnen. Die Partyband ist vor allem im Raum Oldenburg aktiv und wurde ausgewählt, da sie einen Mix aus aktuellen Hits und zeitlosen Klassikern im Repertoire hat. Onnen, der nicht nur Marktmeister, sondern auch stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr ist, war mit für die Buchung der Partyband beteiligt. Denn die Organisation des Festzelts und der Band liegt seit 20 Jahren in der Hand der Feuerwehr.
Liveband muss Publikum über mehrere Stunden bei Laune halten
„Hashtag ist das erste Jahr in Bagband und aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir sie vorher auch nicht live sehen.“ Das ist eigentlich ein Problem, da die Feuerwehr immer sehr gründlich mit der musikalischen Unterhaltung sei – vor allem, da eine Live-Band, die über mehrere Stunden die Menge anreizen soll, viel Geld kostet. „Aber wir hatten schon gute Geschäftsbeziehungen zu den Verantwortlichen der Band und Vertrauen auf die bisher guten Erfahrungen.“ Im besten Fall haben die erwarteten 1500 Menschen eine gute Zeit und tanzen die Nacht durch. Aber nur bis 4 Uhr morgens, betont Marktmeister Onnen. Denn „irgendwann muss dann aber auch Schluss sein.“
