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Erhöhter Bedarf der Kliniken DRK warnt vor Rückgang bei Blutspenden durch Hitze und Urlaubszeit

Eine Frau spendet Blut im DRK-Blutspendezentrum. Um den Bedarf der Krankenhäuser und Arztpraxen an dringend benötigten Blutpräparaten auch in den kommenden Wochen und im anstehenden Winter gewährleisten zu können, ruft das Deutsche Rote Kreuz die Bevölkerung  zum Blutspenden auf.

Eine Frau spendet Blut im DRK-Blutspendezentrum. Um den Bedarf der Krankenhäuser und Arztpraxen an dringend benötigten Blutpräparaten auch in den kommenden Wochen und im anstehenden Winter gewährleisten zu können, ruft das Deutsche Rote Kreuz die Bevölkerung zum Blutspenden auf.

dpa/Berg

Ostfriesland - Krebspatienten, Menschen mit Herz-, Magen oder Darmkrankheiten sowie Unfallopfern und Menschen mit Sportverletzungen sind auf sie angewiesen: Blutspenden. Immer wieder wirbt das Deutsche Rote Kreuz dafür, Blutspenden zu gehen. Dabei kann schon mit einer einzigen Spende bis zu drei Patienten geholfen werden, denn das Blut wird in drei Bestandteile aufgespalten: Blutplasma, Blutplättchen und rote Blutkörperchen. Diese drei Bestandteile können für unterschiedliche Krankheitsbilder verwendet werden. Anfang des Jahres bestand jedoch ein akuter Mangel an Blutkonserven. Bestellungen von Kliniken im Landkreis Aurich konnten damals nicht mehr passend bedient werden. Daraufhin setzte ein wahrer Hype beim Blutspenden ein. Doch wie gestaltet sich die Situation jetzt in den Sommerferien, wo viele Menschen verreist und gar nicht vor Ort sind?

Urlaubszeit und Hitze ungünstige Faktoren beim Blutspenden

Markus Baulke, Hauptabteilungsleiter für Blutspendewerbung und Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes gibt erstmal Entwarnung. „Aktuell können wir alle Anfragen von Kliniken versorgen.“ Allerdings blickt er auch mit Sorgen auf die kommenden Wochen, mit einem weiterhin hohen Bedarf an Spenden und der Urlaubszeit der Menschen. „Aktuell ist noch kein Einbruch im Spendeaufkommen festzustellen. Erfahrungsgemäß kommt es aber bei hohen Temperaturen über 30 Grad zu einem Rückgang“, erklärt er.

Spendebereitschaft fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

Gerade für Ostfriesland stellte er im Vergleich zu Vor-Corona-Zeit auch einen leichten Rückgang der Spendenbereitschaft fest. Während 2019 pro Termin im Schnitt 101,8 Menschen kamen, waren es 2023 bisher nur 99,3. Das bedeutet einen Rückgang von etwa zwei Prozent. Durch zusätzliche Termine, die angeboten wurden, konnte dieser Rückgang jedoch aufgefangen werden, sodass die Zahl des Spendeaufkommens um 12 Prozent gesteigert werden konnte.

Für junge Spender muss es in den Terminplan passen

Ein Anliegen, welches Baulke zusammen mit dem DRK derzeit stärker vorantreibt, ist die Gewinnung von neuen jüngeren Spendern, denn die werden im Zuge des demografischen Wandels, der besonders in Ostfriesland spürbar ist, immer dringender gebraucht. Immer mehr Spender werden in den nächsten Jahren nach Schätzungen von Experten zu Empfängern. Neue Spender müssen nachrücken. Für Ostfriesland ist Baulke aktuell mit der Zahl der Erstspender zufrieden, auch wenn ein leichter Abwärtstrend erkennbar ist. Während es 2019 bei den Terminen insgesamt 10,2 Prozent an Erstspendern gab, liegt die Zahl für 2023 bis Juli bei 9,4 Prozent. 2022 waren 9,5 Prozent der Spender Erstspender. „Die Spendenbereitschaft bei der jungen Generation ist hoch“, erklärt Baulke, fügt aber auch hinzu: „Der Spendetermin steht aber häufig im Wettbewerb mit vielen weiteren Angeboten. Das Terminangebot muss in den Kalender der potenziellen Spender passen. Da spielt der Spendeort tatsächlich auch eine untergeordnete Rolle.“ Dabei verweist er auf die Blutspende-App, in der sich Spender einen Wunschtermin zum Spenden reservieren können und sich über ihr Handy an den Termin auch erinnern lassen können.

Annika Schmidt
Annika Schmidt Online-Redaktion
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