Aurich - Für die Auricher Stadtfeuerwehr soll ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Für die Fraktion Gemeinsam für Aurich (GfA) war das ein Anlass, sich über den aktuellen Zustand der jetzigen Gebäude an der Fockenbollwerkstraße zu informieren. „Der Zustand der Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Aurich ist bekanntermaßen in einem kritischen Zustand. Nicht umsonst wird bereits an neuen Gebäuden geplant“, erklärte Ratsfrau Heidrun Weber (GfA). Die Stadt beantwortete bereits drei Fragen über Zustand, empfohlene Maßnahmen und Kosten, die im Vorfeld der heutigen Sitzung des Feuerwehrausschusses gestellt wurden. Das Gebäude der Feuerwehr Aurich befinde sich nach Jahrzehnten in einem „dem Alter entsprechenden Zustand“.
Ansprüche werden nicht mehr erfüllt
Es könne nicht die heutigen Maßstäbe für eine Schwerpunktfeuerwehr erfüllen. „Deshalb laufen ja die Planungen für einen Neubau eines Feuerwehrhauses Aurich“, hieß es. Dieses soll nach bisherigen Plänen gegenüber des Edekamarktes an der Leerer Landstraße gebaut werden, wo sich auch ein Baugebiet anschließen könnte. Gegen die Pläne gab es in der Vergangenheit Einwendungen aufgrund von Naturschutz-Bedenken. Aufgrund der erfolgten Begutachten wurden folgende wesentliche Maßnahmen durch die Verwaltung eingeleitet. Im Hinblick auf die noch zu erwartende Nutzungszeit bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses für die Ortswehr Aurich seien die oben angegebenen beauftragten Arbeiten sinnvoll, um einen sicheren und störungsfreien Betrieb des Feuerwehrgebäudes zu gewährleisten.
Das ist am alten Standort geplant
Fahrzeughalle: Absauganlage in der Fahrzeughalle: In der Fahrzeughalle wurde die fehlende Absaugung für Dieselmotorabgase moniert. Vor etwa 23 Jahre wurden in Abstimmung mit der damaligen Feuerwehr Abgasabsauganlagen mit Trichtern eingebaut. Diese sind auch im Feuerwehrhaus Aurich eingebaut worden, werden aber aufgrund des etwas schwierigen Handlings nicht mehr verwendet, zumal die neuen Fahrzeuge über eine Drucklufterhaltungsanlage und Dieselpartikelfilter verfügen. In den neuen Fahrzeughallen werden aktuell mitfahrende Abgasabsaugschlauchanlagen verbaut, die heute, gegenüber den Anlagen von vor 23 Jahren, erheblich zuverlässiger funktionieren. Hier wurde nun versucht, dass neue Schienen mit Abgasabsaugschlauchanalagen beschafft werden, die später auch in dem Neubau wiederverwendet werden können. Die vorhandene Absauganlage und die Rohrsysteme werden genutzt. Die Kosten hierfür betragen 25.000 Euro.
Treppenhaus und Fluchtweg: Das Treppenhaus entspricht nicht mehr den aktuellen Vorschriften für einen Fluchtweg. Es wurde umgehend eine Außen-Fluchttreppe beauftragt. Für den Schulungsraum gibt es zwar eine Baugenehmigung mit entsprechender Abnahme aus dem Jahre 1995, aber den heutigen Anforderungen entspricht es nicht mehr. Mit der Installation einer Außen-Fluchttreppe werden die Anforderungen an einen Fluchtweg erfüllt. Die Kosten hierfür betragen 37.900 Euro (Fluchttreppe für Schulungsraum 25.400 Euro, Pflasterung Fluchttreppe 8.500 Euro, Türanlage Fluchttreppe 4.000 Euro).
Toranlage: Bei den Toren war bauartbedingt ein Abschalten des Antriebes bei Aufenthalt eines Hindernisses im Fahrbereich nicht gewährleistet, weshalb eine Umrüstung erforderlich wurde. Sachverständigenabnahmen sind regelmäßig erfolgt. Die Torantriebe wurden bei einem Kostenvolumen von 13.000 Euro neu beauftragt.
