Südbrookmerland - Die Straßenbeleuchtung in Südbrookmerland sorgt in Teilen für Ärger. „Leider funktioniert in Teilbereichen der Gemeinde Südbrookmerland die Straßenbeleuchtung nicht“, stellt die Gemeinde mit. Durch die Umstellung der insgesamt 1400 Leuchten auf LED-Beleuchtung fließt geringerer Strom durch die im Erdreich befindlichen Kabel. „Somit entsteht auch weniger Wärme“, lautet die Erklärung für die neuen LED-Verbindungen. Vereinzelt dringe in ältere Kabelmuffen nun Feuchtigkeit ein, die einen Kurzschluss in der Elektrik verursache. „Die Fehlstellen müssen mit einem Kabelmesswagen lokalisiert und repariert werden. Diese Maßnahmen werden zur Zeit durchgeführt“, so die Verwaltung. Durch mehr Wärme in den alten Leitungen, sei Feuchtigkeit schnell verdunstet, konnte keinen Schaden anrichten.
Problem in vielen Gemeinden
Es ist ein Problem, dass nicht nur in Südbrookmerland auftritt, weil auch andere Kommunen inzwischen auf LED-Straßenlaternen umrüsten. Der nasse Herbst hat das Problem noch verschärft. Probleme gab es deshalb im Ortsteil Oldeborg, in der Ostvictorburer Straße, der Schulsiedlung, Blumenstraße oder dem Birkenweg sowie im Gewerbegebiet. „Die Gemeinde Südbrookmerland will den ersten Schritt einer weitläufigen und zukunftsorientierten Umstellung ihrer Straßenbeleuchtung auf Solarstrom beschreiten“, so die Verwaltung. Das Projekt beinhaltet auch die Installation zweier solarbetriebene Straßenlampen, für die Dauer eines Jahres. „In der Zeit will man in diesem Zusammenhang Erfahrungen sammeln und dann auswerten“, heißt es. Die gesammelten Erkenntnisse werden anschließend im Planungsausschuss öffentlich vorgestellt. Aufgrund von Lieferengpässen ist die Montage für die erste Februarwoche vorgesehen.
Ärger um unterschiedliche Sichtweisen
In der Politik hatte der Ausbau und die Erneuerung von Straßenlaternen bereits für Ärger gesorgt, weil der Verwaltungsausschuss zum Jahresbeginn nach langer Debatte im Bauausschuss ein Veto eingelegt hatte. Dabei wurde über 14 neue Laternen diskutiert. Beratungsbedarf für einzelne Laternen wurde von der SPD noch gesehen, ein Gesamtkonzept wird von den Genossen gefordert, welches es in der Nachbargemeinde Brookmerland schon seit 2011 für die 1500 Lampen gibt. Die FWG mutmaßte gar, es habe damit zu tun, weil entsprechende Anträge von den Freien Wählern gestellt wurden. Die SPD räumte ein, dass es sich um Beschlussempfehlungen aus den Gremien handele, die weiter diskutiert würden.
