Großefehn - Seine Stimme füllte den Saal. Wenn er um Ruhe bat, herrschte Stille und zu übersehen war er auch nicht: Onno Reents war jahrzehntelang ein fester Teil der Großefehntjer Politik und der Auricher Kreis-Jägerschaft. Er war im doppelten Sinne ein großer Mann, den viele Menschen kannten, nicht zuletzt auch wegen seiner Vorliebe für kleine, laute Dackel, die er fast bei allen Terminen bei sich hatte. Am Sonnabend, so teilte die Großefehntjer SPD auf ihrer Facebook-Seite mit, starb er im Alter von 67 Jahren. Er hinterlässt seine Frau, Kinder und Enkelkinder.
Onno Reents galt als Urgestein der Großefehntjer SPD. Bis zur letzten Wahlperiode war er Ratsvorsitzender im Gemeinderat und Bauausschussvorsitzender. Diese Funktionen hatte er mehr als 10 Jahre inne. Nach den Neuwahlen im Herbst zog er sich zurück und widmete sich verstärkt der Jägerschaft, deren Vorsitzender im Landkreis Aurich er für Jahre war. Zudem war Onno Reents lange Zeit Ortsbürgermeister von Aurich-Oldendorf.
Ruhepol, der auch Machtwörter sprach
Für seine Fairness und die Arbeit als Ratsvorsitzenden, bei der er es verstand, streng unparteiisch zu bleiben, wurde er von den Mitgliedern seiner Fraktion aber auch von den anderen Gruppen und Fraktionen so wie der Verwaltung geschätzt. Reents war ein Freund deutlicher Worte, der auch durchgreifen konnte, bei allzu hitzigen Diskussionen, gleichzeitig aber auch Ruhepol.
Aktiv war Reents in den vergangenen Monaten bei einem Umweltprojekt verschiedener Verbände und Vereine gemeinsam mit der Gemeinde Großefehn. Ziel war es, mehr Blühstreifen und insektenfreundliche Gärten in Großefehn zu schaffen und so einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Reents war es in diesem Zusammenhang ein besonderes Anliegen, an den Schulen und Kindergärten der Gemeinde aktiv zu werden und junge Menschen für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren.
