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Sicherheit für Schüler Elterntaxis in Wiesmoor sollen neuen Anlaufpunkt erhalten

Die Verkehrssituation bei KGS und Grundschule Wiesmoor-Mitte sorgt seit Jahren für Spannungen. Jetzt will die Stadt das Problem beheben.

Die Verkehrssituation bei KGS und Grundschule Wiesmoor-Mitte sorgt seit Jahren für Spannungen. Jetzt will die Stadt das Problem beheben.

Detlef Kiesé

Wiesmoor - Temporäres Verkehrschaos rund um die KGS und die Grundschule Wiesmoor-Mitte: Seit langem sorgen die Parkplatzsituation und die Verkehrsführung für Unmut und Diskussionen bei Eltern, Schulleitung und Mitarbeitern. Die Stadt hat das Problem mittlerweile erkannt. Verschiedene kleinere bauliche Maßnahmen und Verkehrslenkungsmaßnahmen waren in der Vergangenheit jedoch kaum erfolgreich, wie Fachbereichsleiter Horst Dieter Schoon in der Schulausschusssitzung erklärte. So habe die Stadtverwaltung die Jadehochschule in Wilhelmshaven gebeten, unter Mitwirkung des Ingenieurbüros IST im Rahmen einer Masterarbeit ein Verkehrskonzept für diesen Bereich zu erstellen.

So sehen die Eltern der Wiesmoorer Grundschulkinder das Problem

Über den Schulelternrat haben einige Eltern der Kinder der Grundschule Wiesmoor-Mitte ihre Meinungen zur Verkehrssituation kommuniziert:

„Die Verkehrssituation an der Schule ist derzeit sehr ungünstig.“

„Der gemeinsame Rad- und Fußweg – egal aus welcher Richtung – ist zu dunkel, zu schmal und in Verbindung mit den Radlern entsprechend knapp.“

„An vielen Schulen bundesweit gibt es sogenannte Drop-Off-Zonen, also festgelegte Haltepunkte in Laufweite der Schule, wo die Kinder mit dem Auto abgesetzt werden können. Von dort laufen die Kinder auf sicheren Fußwegen zur Schule. Der Vorteil ist, dass die Autos nicht bis unmittelbar zur Schule fahren und dort für ein allgemeines Verkehrschaos sorgen und andere Kinder, die selbstständig mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, in Gefahr bringen...“

„Ich finde die parkenden Autos zwischen den Bäumen vom Torfkrug bis zur Schule störend. Beim Öffnen der Türen und beim Aussteigen aus dem Auto zum Gehweg hin kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit den dort laufenden Personen und Fahrradfahrern, da alles sehr eng ist.“

„Allgemein gibt es zu wenig Parkplätze“ „Es ist dunkel auf den Wegen. Egal, aus welcher Richtung man kommt“

Gutachten in Arbeit

Schoon: „Ziele dieses Papiers sind es, die aktuellen Verkehrsverhältnisse zu beschreiben und objektiv zu bewerten, die gewählten Routen und vorhandene Räume für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer im Bereich KGS und Grundschule Wiesmoor-Mitte darzustellen sowie die heute vorhandenen und zukünftig zu erwartenden Verkehrsmengen abzuschätzen.“ Ebenfalls sollen zukünftig zu erwartende verkehrstechnische Probleme im Bereich der Schulstraße aufgezeigt und Varianten zur Verbesserung der Verkehrssituation ausgearbeitet werden. Das Konzept, so hieß es in der von Gabriele Münch (SPD) geleiteten Sitzung, ist im Entwurf, aber noch nicht abschließend fertig, soll von einem Gutachter jedoch in nächster Zeit vorgestellt werden. Man einigte sich darauf, hierfür eine gemeinsame Sitzung des Schul- und des Verkehrsausschusses einzuberufen.

Neue Parkplätze

Nach ersten Aussagen des Gutachters, die Horst-Dieter Schoon skizzierte, wird als erster Schritt die Schaffung alternativen Parkraums im Bereich neben dem jetzigen Busbahnhof hinter der KGS als zentrale Erkenntnis empfohlen; ebenso könnten hier Besucher des benachbarten Friedhofs ihre Fahrzeuge abstellen. „Absicht ist aber auch, die Hol- und Bringverkehre zu entzerren und die Situation an der Schulstraße zu verändern“, unterstrich der Fachbereichsleiter. So werden Aus- und Umbauempfehlungen für die dortigen Nebenanlage und die Parkflächen vor den Schulen erwartet. „Das wird insgesamt ein langer Weg“, deutete Schoon an. Die Politiker wollen die Ergebnisse des Konzepts abwarten, sehen hinsichtlich der Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler jedoch den Handlungsbedarf.

Situation angespannt

„Vor Unterrichtsbeginn ist die Verkehrssituation vor der Grundschule extrem angespannt. Sehr viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule“, schildert Leiterin Anja Heeren. Dies führe zu einem sehr hohen Verkehrsaufkommen. Hinzu kämen die Lehrkräfte sowie die Schüler der KGS. Die Schulleiterin: „Oft werden die Fahrradwege zugeparkt, oder es bildet sich ein Rückstau in die Schulstraße, wodurch die Situation zusätzlich verschärft wird.“ Teilweise werde im Halteverbot geparkt, so dass die Kinder am Zebrastreifen herankommende Autos nicht sehen könnten oder selber nicht gesehen werden. „Auch der schmale, schlecht beleuchtete gemeinsame Rad- und Fußweg, der von vielen Grundschülern sowie KGS-Schülern genutzt wird, stellt eine gefährliche Situation dar.“ Anja Heeren empfindet es als wichtig und richtig, dass die Schulen gemeinsam mit der Stadt Wiesmoor nach Lösungen sucht werden.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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