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Gewerkschaft Nahrung und Genuss Mehr Lohn in Wachstumsbranche gefordert: Allein Auricher essen 2450 Tonnen Schokolade pro Jahr

Lr /ggm
Eine Mitarbeiterin der Confiserie Felicitas GmbH hält einen Schokoladen-Osterhasen in ihren Händen. Derzeit läuft die Produktion für das Osterfest auf Hochtouren. In dem Familienunternehmen mit etwa 70 Angestellten werden die Schokoladenerzeugnisse ausschließlich handgefertigt.

Eine Mitarbeiterin der Confiserie Felicitas GmbH hält einen Schokoladen-Osterhasen in ihren Händen. Derzeit läuft die Produktion für das Osterfest auf Hochtouren. In dem Familienunternehmen mit etwa 70 Angestellten werden die Schokoladenerzeugnisse ausschließlich handgefertigt.

dpa

Aurich - Die Gewerkschaft Nahrung und Genuss (NGG) fordert höhere Löhne bei der Schokoladen-Produktion, denn der Schoko-Hunger ist groß – gerade zum Frühlingsfest. Der Schoko-Hase habe den Weihnachtsmann bei der Produktion in den Schokoladenfabriken längst überholt, sagt NGG-Geschäftsführer Matthias Brümmer für den Bereich Ostfriesland/Oldenburg. Allein im Kreis Aurich essen junge wie alte Auricher 2456 Tonnen Schokolade im Jahr, sprich knapp 13 Kilo pro Kopf und Jahr - zweieinhalb Tafeln Schokolade pro Woche, eingeschlossen Pralinen, Osterhasen oder Weihnachtsmänner aus Schokolade. Auch in Leer ist der Hunger groß. Die NGG will deshalb angesichts der Zuwächse in der Süßwarenindustrie dafür sorgen, dass auch die Arbeitsbedingungen stimmen. „Dazu gehört vor allem auch der Lohn. Hier müssen die Arbeitgeber deutlich nachsüßen“, so Brümmer.

Lohn-Plus mit „sozialem Augenmaß“

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten in der Süßwarenindustrie jetzt ein Lohn-Plus, „weil die hohe Inflation allen schwer im Magen“ liege. „Die verdaut man auch nicht besser, wenn man tagsüber oder in Nachtschichten leckere Sachen produziert“, so Brümmer. Wer in der Produktion am Band steht oder im Lager arbeitet, solle 500 Euro mehr pro Monat bekommen. „Und für alle, die heute schon weiter oben auf der Lohnleiter stehen, müssen 400 Euro im Monat dazukommen“, so Brümmer. Ziel sei ein Lohn-Plus mit „sozialem Augenmaß“. Und auch die Azubis sollen profitieren: Für sie fordert die NGG 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Monat und zusätzlich als „Ticket-Geld“ eine Fahrtkostenpauschale von 50 Euro.

Mitte April werden Löhne neu verhandelt

Dabei geht es der NGG längst nicht nur um die Beschäftigten in der Schokoladenherstellung: Vom Marzipan bis zum Eis, von Weingummis über Salzstangen bis hin zu den Chips oder Kekse & Co. Hinter den Produkten stecke eine starke Branche mit gewaltigen Umsätzen und großen Namen wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo oder Bahlsen. Die Gewerkschaft NGG werde Mitte April zum ersten Mal seit langem wieder mit allen „Genuss-Giganten“ am Tariftisch sitzen und bundesweit über die Löhne in der Süßwarenindustrie verhandeln. Im Vorfeld räumt Brümmer mit einem Gerücht auf: „Nein, Weihnachtsmänner, die im Regal geblieben sind, werden nicht zu Osterhasen eingeschmolzen. Das sind Saisonartikel, die immer aus frisch hergestellter Schokoladenmasse produziert werden.“

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