Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Heiraten in Ostfriesland Im Ihlower Kloster können sich Paare nun das Ja-Wort geben

Werner Jürgens
Es ist angerichtet: Standesbeamtin Gerda Janssen hat schon alles vorbereitet. Jetzt fehlen nur noch die ersten heiratswilligen Paare.

Es ist angerichtet: Standesbeamtin Gerda Janssen hat schon alles vorbereitet. Jetzt fehlen nur noch die ersten heiratswilligen Paare.

Werner Jürgens

Ihlow - Hochzeitsfotografen haben das idyllische Ambiente des Ihlower Klosters längst als „Location“ für sich entdeckt. Nun darf dort auch „offiziell“ geheiratet werden. Die örtliche Standesbeamtin Gerda Janssen hat bereits die erste Anmeldung vorliegen.

Nicht bloß Bürokratie

„Paare kommen ja schon jetzt oft nach der Hochzeit hierher, meistens um Fotos zu machen und manchmal um noch ein bisschen zu feiern“, erzählt Gerda Janssen. „Immer wieder wurden wir dann gefragt, warum keine Trauungen auf dem Klostergelände möglich sind.“

Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, wie um Beispiel, dass dem Paar ein geschlossener Raum zur Verfügung steht.

Inzwischen hat der Klosterverein ein solches Trauzimmer im Forsthaus eingerichtet. Es dient auch als Ausweichoption, falls das Wetter einmal nicht mitspielen sollte. Ansonsten sollen die Trauungen im Freien vollzogen werden, und zwar direkt am Fuße der Klosterimagination unter einem Sonnensegel.

„Wir waren sofort begeistert von der Idee, als Gerda Janssen uns gefragt hat, was wir davon halten“, meint der Vorsitzende des Klostervereins Bernd Buttjer. Die Standesamtaufsicht des Landkreises Aurich hat die Ganze ebenso abgesegnet wie der Ihlower Rat.

Auch für Nicht-Ihlower

„In früheren Zeiten war eine standesamtliche Trauung oft nicht mehr als ein bürokratischer Akt“, weiß der Ihlower Bürgermeister Arno Ulrichs „Daran hat sich mittlerweile einiges geändert. Viele Paare möchten sich an einem besonderen Ort das Jawort geben. Selbst in Kirchen war das während der Pandemie zwischenzeitlich nicht oder nur eingeschränkt möglich. Deswegen freuen wir uns sehr, dass wir in unserer Gemeinde neben dem ,klassischen’ Trauzimmer in unserem Rathaus jetzt einen weiteren historischen Ort dazubekommen werden.“

Momentan können Eheschließungen in Ihlow außerdem noch im „Alten Fahnster Krug“ und nach einem Eigentümerwechseln demnächst auch wieder im „Grootschen Huus“ vollzogen werden.

Das Angebot gilt keineswegs nur für „einheimische“ Heiratswillige. „Auch zukünftige Ehepaare, die nicht in Ihlow wohnen, sind bei uns selbstverständlich herzlich willkommen“, wie Gerda Janssen ausdrücklich betont. „Nur die Anmeldung zur Eheschließung muss am Wohnort erfolgen. Danach werden die Unterlagen an den jeweiligen Wunsch-Trauort weitergeleitet.“

Terminvergabe läuft

Im Schnitt wurden in Ihlow zuletzt pro Jahr etwa 60 Paare getraut, darunter auch zwei gleichgeschlechtliche Ehen. Lediglich während der Hochphase der Pandemie war die Zahl mit 45 Paaren leicht rückläufig. Kosten soll die Trauung am Kloster Ihlow übrigens 150 Euro (bzw. 120 Euro, wenn sie drinnen im Trauzimmer stattfindet).

Terminvergaben erfolgen ab sofort und maximal ein Jahr im Voraus. Interessierte Paare erhalten nähere Informationen unter der Telefonnummer 04929/89307 oder über die Mail-Adresse: Standesamt@ihlow.de

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

OBDACHLOSER IN NEUSÜDENDE Einsatz von Landkreis und Polizei – Mann wird jetzt medizinisch versorgt

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake
Das Café und Bistro „de Mood“ an der Schlachtstraße in Jever: Hier am Brunnen ist es an Himmelfahrt zu rassistischem Gegröle gekommen.

GEGRÖLE WIE AUF SYLT Café-Inhaberin aus Jever nach rassistischem Vorfall enttäuscht von Polizei

Svenja Gabriel-Jürgens
Jever