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Lösung für Verkehrsproblem in Sicht? Stadt Aurich rudert beim Hoheberger Weg zurück

Engpässe: Radfahrer sollen den Hoheberger Weg in Aurich nicht mehr benutzen. Dort sind auch Fußgänger unterwegs. Aber die Fahrt auf der schmalen Fahrbahn ist für Radler nicht ungefährlich.

Engpässe: Radfahrer sollen den Hoheberger Weg in Aurich nicht mehr benutzen. Dort sind auch Fußgänger unterwegs. Aber die Fahrt auf der schmalen Fahrbahn ist für Radler nicht ungefährlich.

Günther Gerhard Meyer

Aurich - Die Stadt Aurich hat eine umstrittene Regelung für Fahrradfahrer im Hoheberger Weg wieder zurückgenommen: Damit reagiert die Verwaltung vor allem auch auf die Sorgen von Eltern, deren Kinder hier zur Schule fahren müssen. Manche Eltern bilden nun sogar schon wieder Fahrgemeinschaften, um die Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren. Das sagte Ordnungsamtsleiter Helmut Lücht im Verkehrsausschuss. Er stellte zwei Überlegungen der Verwaltung vor, die nun geprüft werden.

Variante 1: Überlegt wird zum einen, Radfahrern zwischen Hammerkeweg und Pfedemarkt die Benutzung des Fuß- und Radweges wieder zu erlauben. Außerdem könnte eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden.

Variante 2: Eine weitere Möglichkeit sieht vor, Autofahrer daran zu gewöhnen, dass Radfahrer auf der Fahrbahn des Hoheberger Wegs fahren müssen. Die Autofahrer sollen mit entsprechenden Radfahrer-Symbolen (Sharrows) gewarnt werden. Das können Tempo-30-Schilder und andere Hinweise wie „Radverkehr auf der Straße zulässig“ sein.

Bisher galt eine neue Regelung: Radfahrer sollen laut „Masterplan Radverkehr 2030“ nicht mehr auf dem bisherigen Fuß- und Radweg, sondern auf der Fahrbahn fahren. Denn Radler müssen im Verkehr mitschwimmen – so sieht es auch das Gesetz vor. Platz für Experimente ist nicht, denn die Fahrbahn des Hoheberger Wegs ist teilweise sehr schmal. Für einen zusätzlichen Schutzsstreifen für Radfahrer zwischen der Einmündung des Hammerkewegs und der Pferdemarktkreuzung ist kein Platz mehr.

ADFC machte eigene Vorschläge

ADFC-Vorstandsmitglied Albert Herresthal hält die gemeinsame Nutzung der Straße durch Autofahrer und Radfahrer für gesetzlich verboten, wenn dort Geschäfte angesiedelt oder viele Kinder oder Menschen mit Behinderungen unterwegs sind. Immerhin seien die Werkstätten für behinderte Menschen nicht weit, ebenso das Arbeitsamt. „Es war richtig, den Gehweg wieder zum Gehweg zu machen“, betonte Herresthal im Ausschuss. Für ihn könnten eine Handvoll Änderungen mehr Sicherheit bringen: Dazu gehören Hinweisschilder ebenso wie gemalte „Sharrows“, um die Autofahrer sensibler für die „neuen“ Radfahrer auf der Straße zu machen. Die Geschwindigkeit sei auf Tempo 25/30 zu reduzieren, wobei Bodenschweller und Überholverbote das Tempo noch weiter drosseln helfen.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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