Landkreis Aurich - Die Wartehäuschen an Bushaltestellen sollen im Landkreis Aurich eine wichtige Rolle für die Energiegewinnung spielen. Diese Idee bringt die Kreistagsfraktion der Freien Wählergemeinschaft ins Gespräch, macht Detlev Krüger deutlich, der auch für den Landtag kandidiert.
Strom von der Laterne
Die Kreisverwaltung soll entsprechende Möglichkeiten für Photovoltaik, Speicherbatterien und LED-Technik prüfen. Der Vorschlag soll auf der nächsten Sitzung des zuständigen Fachausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Öffentlichen Personennahverkehr diskutiert werden, fordert Krüger.
Seit einigen Jahren werden im Kreisgebiet Bushaltestellen nach und nach barrierefrei umgerüstet und mit neuen Wartehäuschen versehen, 400 sind schon umgebaut, weitere 400 sollen noch folgen. Weil die Haltestellen beleuchtet sind, sind separate Stromanschlüsse durch benachbarte Straßenlaternen vorhanden.
„Der Stromverbrauch geht zu Lasten der Betreiber, also der Städte und Kommunen“, gibt Krüger zu bedenken. „Im Durchschnitt liegen diese zwischen 1500 und 2000 Euro“, betont auch der Kreistagsabgeordnete Wilhelm Reinken. In abgelegeneren ländlichen Regionen könne der Strom allerdings nicht aus dem Netz bezogen werden, weil dort gar keine Straßenlaternen installiert seien.
Im Hinblick auf die Energiekrise seien auch die Städte und Gemeinden im Landkreis aufgerufen, Energie einzusparen. Infolge einer Abschaltung falle die Beleuchtung der Wartehäuser deshalb aus, seien aber für wartende Fahrgäste mehr Sicherheit und für die Busfahrerinnen und Busfahrer eine bessere Orientierungsmöglichkeit“, so Krüger und Reinken.
Kosten reduzieren
Um dieses aber zu gewährleisten und zudem die Installations- und Unterhaltskosten zu reduzieren und um auf die Energiekrise zu reagieren, schlägt die Fraktion Freie Wähler im Auricher Kreistag die Umstellung der Beleuchtung auf PV-Module, Speicherbatterien und sparsame LED-Ausleuchtung als sinnvolle Alternative vor.
Nach Aussage der Fraktion gebe es am Markt fertige Lösungen zur Aus- und Umrüstung in einem Preisbereich von rund 1650 Euro. „Diese Vorrichtungen können zudem sicher vor Vandalismus und Diebstahl an die neuen oder auch bereits bestehenden Wartehäuser montiert werden“, so Krüger.
