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Impfschäden im Kreis Aurich Bremer Arzt bietet wöchentliche Post-Vac-Sprechstunde in Wiesmoorer Praxis an

Kinderärztin Andrea Radde-Reinhard stellt Julien Dufayet ab sofort jeden Mittwoch ihre Praxisräume für eine Post-Vac-Sprechstunde zur Verfügung.

Kinderärztin Andrea Radde-Reinhard stellt Julien Dufayet ab sofort jeden Mittwoch ihre Praxisräume für eine Post-Vac-Sprechstunde zur Verfügung.

Katrin von Harten-Wübbena

Kreis Aurich - Es gibt endlich Hoffnung für Betroffene von Post-Vac in Ostfriesland. Die Wiesmoorer Kinderärztin Andrea Radde-Reinhard stellt dem Bremer Allgemeinmediziner, Julien Dufayet, der bereits viele Post-Vac-Patienten betreut, ab sofort jeden Mittwoch ihre Praxis in Wiesmoor für eine Post-Vac-Sprechstunde zur Verfügung.

Radde-Reinhard ist Kinderärztin in Wiesmoor und selbst an dem Post-Vac-Syndrom erkrankt, wie sie sagt - einer Krankheit, die es eigentlich nicht gibt, denn es fehlt noch immer an einer klaren Definition und Forschung. Ein ICD-Code, mit dem Betroffene ihre Behandlungen über die Krankenkasse abrechnen könnten, fehlt. Und nicht nur das, bis zur klaren Diagnose bringen die meisten von ihnen einen Ärzte-Marathon hinter sich. Nicht selten werden ihre Symptome dann auch noch auf die Psyche geschoben.

Idee entstand unter den Betroffenen selbst

Nachdem Betroffene, wie die Wiesmoorer Kinderärztin oder auch Ann-Katrin Kruse, schnelle Hilfe seitens der Regierung gefordert hatten, schaffen sie sich jetzt selbst Hoffnung. Julien Dufayet, ein Allgemeinmediziner aus Bremen der sowohl Schulmedizin als Komplementärmedizin praktiziert, wird ab sofort jeden Mittwoch in der Praxis von Radde-Reinhard eine termingebundene Post-Vac-Sprechstunde anbieten.

Über das Post-Vac-Syndrom

Als Post-Vac-Syndrom

Mehrmals zur Behandlung in Bremen gewesen

Radde-Reinhard ist wie bereits Ann-Katrin Kruse selbst seit Monaten Patientin bei Dufayet. Jede Woche fährt sie wie auch Kruse mehrmals nach Bremen zu einer Behandlung. Beide Frauen spüren bereits eine deutliche Besserung ihres Zustands. „Wir trafen uns einmal bei mir zuhause und sprachen über unsere Behandlungen und die Krankheit. Dann kam Andrea auf die Idee, Dufayet für einen Tag in der Woche ihre Praxis für Behandlungen hier in der Region zur Verfügung zu stellen“, berichtet die 32-jährige Ann-Katrin Kruse in einem Pressegespräch. Dufayet und Radde-Reinhard wurden sich schnell einig und so fand bereits am vergangenen Mittwoch die erste Sprechstunde statt.

Dufayet behandelt bereits 20 Post-Vacler aus Ostfriesland

Dufayet behandelt bereits seit März 2022 Post-Vac-Patienten. 150 habe er seitdem bereits in seiner Praxis behandelt, schätzt er und die Anfragen nehmen nicht ab. In Ostfriesland betreut er bereits 20 Betroffene. Zu seinen Behandlungsmethoden zählt die Manuelle Therapie, Ohrakkupunktur, Lichttherapie, Verabreichung von Hysterminikern und Blutdrucksenkern, Homöopathie und Naturheilkunde. Dabei tauscht er sich immer wieder mit anderen Medizinern ganz unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Netzwerk aus und behandelt nach ganzheitlichen Methoden. Immer wieder stößt er dabei auf neue Symptome und Zusammenhänge, weshalb seine Anamnese bis in die vorherige Generation hineinreicht. „Jeder Post-Vac-Patient ist ganz individuell und muss dementsprechend behandelt werden“, stellt Dufayet klar.

Schulmedizin stößt an Grenzen

„Ich bekomme oft die Frage zu hören, ob ich mir nicht selbst helfen kann“, erklärt Radde-Reinhard und fügt hinzu: „Das kann ich nicht. Die Schulmedizin alleine kommt da nicht weiter.“ Radde-Reinhard nahm sich, nachdem die ersten Symptome bei ihr auftraten, sogar selbst Blut ab, konnte sich aber ihren Zustand nicht erklären. Seitdem sie von Post-Vac weiß, denkt sie über vieles anders. Das Unwissen über die Corona-Impfung sei groß, räumt sie ein. Das Ausmaß in dem jetzt Impfschäden auftreten, hätte sie nie für möglich gehalten. Sie und Kruse hoffen jetzt, mit der Sprechstunde vielen Menschen Hoffnung geben zu können. „Wir brauchen jetzt Hilfe und eine pragmatische Lösung – nicht erst in ein paar Monaten“, stellt Radde-Reinhard klar.

Betroffene, die an der Sprechstunde interessiert sind, müssen sich per Mail an praxis@juliendufayet.de einen Termin geben lassen.

Impfgeschädigte wünschen sich eine Datenbank im Zuge der Errichtung einer Anlaufstelle. Doch das ist gar nicht so leicht wie er scheinen mag.

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Kreis Aurich
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Annika Schmidt Online-Redaktion
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