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Katastrophenschutz im Landkreis Aurich Städte und Gemeinden müssen im Notfall vorbereitet sein

Lr/Ggm
Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. Der Landkreis Aurich will diese Form der Warnung im Katastrophenfall mit modernen Geräten weiter ausbauen.

Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. Der Landkreis Aurich will diese Form der Warnung im Katastrophenfall mit modernen Geräten weiter ausbauen.

dpa-Zentralbild

Landkreis Aurich - Energiekrise, Blackout, Gasmangellage oder Cyberangriffe: Der Auricher Landrat Olaf Meinen (parteilos) nimmt die Kreiskommunen für mögliche Katastrophenlagen in die Pflicht, sich schon jetzt auf den Worst Case einzustellen. Sie müssen - wie der Landkreis Aurich auch - auf die unterschiedliche Katastrophenszenarien vorbereitet sein, ließ Meinen im Rahmen einer Sitzung der Hauptverwaltungsbeamten im Auricher Kreishaus keinen Zweifel aufkommen. „Im Falle eines außergewöhnlichen Ereignisses mit überregionaler Bedeutung kommt den Gemeinden eine entscheidende und verantwortungsvolle Rolle zu“, so Meinen. Um adäquat handeln zu können, seien entsprechende Vorbereitungen zwingend notwendig. „Ist die Krise da, muss sofort gehandelt werden. Dann bleibt keine Zeit, die notwendigen Strukturen zu errichten“, machte Meinen gegenüber den Bürgermeistern deutlich. In Emden ist man bereits dabei, die Bürger zu sensibilisieren.

Aufgaben sind gesetzlich geregelt

Es ist gesetzlich klar geregelt, welche Aufgaben die Kommunen im Ernstfall zu übernehmen haben. Dazu wirken Feuerwehren, Polizei und Ordnungsbehörden eng zusammen. Je nach Bedarf und Vereinbarung wirken auch die freiwilligen Rettungsdienste wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die DLRG, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst beim Katastrophenschutz mit. Die freiwilligen Feuerwehren im Kreis Aurich nehmen mit den Aufgabenbereichen Brandschutz, Technische Hilfeleistung und ABC-Gefahrenabwehr auch im Katastrophenschutz die Aufgaben wahr, die den Kommunen bereits über die Brandschutzgesetze der Länder als Pflichtaufgaben zugewiesen sind. Auch die privaten Hilfsorganisationen haben sich gegenüber den Landesregierungen zur Mitwirkung im Katastrophenschutz verpflichtet. Sie gewährleisten innerhalb des Katastrophenschutzes den Sanitätsdienst sowie die Betreuung von Patienten und sonstigen betroffenen Personen.

Aufgabenteilung rechtzeitig delegieren

Doch die Bürger können sich auch selbst vorbereiten. Im Landkreis Friesland empfiehlt beispielsweise die Katastrophenschutz-Behörde, einen Vorrat für tägliche Gebrauchsgüter anzulegen. Dazu zählen neben Lebensmitteln Trinkwasser, bei Bedarf Medikamente sowie Kerzen als Grundausstattung. Doch die von Landrat Meinen angesprochene Aufgabenteilung und die daraus resultierenden Vorbereitungen müssen ebenfalls rechtzeitig geklärt sein, betonte der zuständige Abteilungsleiter des Katastrophenschutzes, Korwin Davids. „Entsprechende Vorbereitungen können wir nur vorher treffen, also jetzt“, sagte Davids. Bezüglich der Information der Bevölkerung wies Davids auf die Informationsbroschüren des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK) hin, die online mit vielen Informationen kostenfrei zur Verfügung stehen (www.bbk.bund.de).

Die Gemeinde Krummhörn hat inzwischen beim Katastrophenschutz schon vorgelegt.

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