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20 Jahre Auricher Kinder- und Jugendbuchmesse Wer hat das älteste und beliebteste Kinderbuch im Bücherschrank?

Feiern runden Geburtstag mit der Kinder- und Jugendbuchmesse in Aurich: Katja Druivenga. 2. Vorsitzende von „Lesetoll“, Kai Münzel, Direktor der Lambertischule, Heidrun Weber, Gründerin und Vorsitzende im Verein „Lesetoll“ mit Gründerin Britta Gerdes.

Feiern runden Geburtstag mit der Kinder- und Jugendbuchmesse in Aurich: Katja Druivenga. 2. Vorsitzende von „Lesetoll“, Kai Münzel, Direktor der Lambertischule, Heidrun Weber, Gründerin und Vorsitzende im Verein „Lesetoll“ mit Gründerin Britta Gerdes.

privat

Aurich - Zum 20. Geburtstag der Auricher Kinder- und Jugendbuchmesse werden das älteste und beliebteste Kinderbuch aus der Region gesucht. In diesem Jahr werden deshalb erstmals auch Erwachsene angesprochen. Leseratten können ihre Lieblingsbücher noch in dieser Woche bei Mitveranstalterin Heidrun Weber abgeben. „Und wer hat wohl das älteste Kinderbuch im Schrank“, ist Weber gespannt wie ein Flitzebogen. Neben Neuerscheinungen werden die besten und schönsten 

Buchmesse Aurich

Die Kibum findet am 16. und 17. September von 10 bis 17 Uhr in der Aula der Lambertischule in Aurich statt. 500 Neuerscheinungen werden präsentiert. Mit dabei ist das Auricher Marionettentheater „Puppets in Minutes“. Rainer Rudloff und Heinrich Herlyn lesen für Erwachsene und Kinder, Anne Heesen liest für Kinder. Vorgestellt wird das „Kleine Ich bin Ich“ auf Plattdeutsch. Es gibt eine Schreibwerkstatt und eine Cafeteria.

Mit dabei Mit dabei ist das Figurentheater Bremen mit Birgit Neemann. Auf einem besonderen Tisch werden die Lieblingsbücher der „Auricher und um zu“ ausgestellt. Jeder 15. Mensch, der am 2.9,3.9.,9.9,10.9. immer zwischen 17 und 19 Uhr sein Lieblingsbuch im Ligusterweg 14 in Aurich vorbeibringt und der Messe leihweise zur Verfügung stellt, erhält eine Bücherwundertüte. Jedes Buch, das abgegeben wird, sollte mit Namen und Telefonnummer beschriftet sein. Die Bücher können nach der Messe wieder im Ligusterweg bei Heidrun Weber abgeholt werden. Auch das älteste Buch wird prämiert. 

Karten für die Kibum gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung am Wall sowie der Buchhandlung Thalia. Unterstützt wird die Schau von der Ostfriesischen Landschaft, der Raiffeisen-Volksbank Aurich, der Stadt Aurich und der Buchhandlung Thalia.

der letzten 20 Jahre ausgestellt. „So bewegt sich die Ausstellung zwischen brandneu und Nostalgie“, so Weber.

Frei nach der Kibum

„Von Anfang an geht es darum, Menschen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Lesen und Vorlesen zu motivieren, denn von Beginn wünschten sich die Damen eine Unsterblichkeit des Lesens“, macht Weber deutlich. Vor 20 Jahren hatte sie mit Britta Gerdes die Idee für die Kinder- und Jugendbuchmesse frei nach dem Muster der Oldenburger Kinderbuchmesse (Kibum). „Bücher zum Ausstellen gab es genug“, berichtet Weber, die damals Rezensionen für das damalige Kulturblatt „Wat“ schrieb. Und als Mütter von insgesamt fünf kleinen Kindern fanden Weber und Gerdes unzählige Kinderbücher im eigenen Bücherschrank. „Was fehlte, waren ansprechende Räumlichkeiten“, erinnert sich Weber. Doch hier kam Doris Gießenberg ins Spiel, die als Leiterin ihre Kindertagesstätte „Pinguin“ in der Kita in der Kirchdorfer Straße für ein Wochenende zur Verfügung stellte.

Und wurde vor 20 Jahren die erste Auricher Kinder- und Jugendbuchmesse mit 1000 Kinder- und Jugendbüchern mit einem stündlich stattfindenden Bilderbuchkino als Rahmenprogramm eröffnet. „Zwölf Stunden bauten wir damals die Ausstellung auf - mit viel Liebe zum Detail“, erzählt Weber aus den Anfängen. Und die erste Messe war gleich so ein großer Erfolg, dass sich mit Katja Druivenga, Frauke Ubben und Angelika Hirsch Mitstreiterinnen fanden, die seitdem zum festen Kern gehören – und mit Gründung des unterstützenden Vereins „Lesetoll“ vor 15 Jahren auch zum Vorstand.

Bis nach Engerhafe

Nach zehn Jahren aber zog die Kita um, die Auricher Kibum ging auf Wanderschaft. Sie fand schließlich in abgespeckter Form einmal im Familienzentrum statt, einmal in einer Pfadfinder-Lesejurte sowie zweimal als Literaturfestival im Gulfhof Ihnen in Engerhafe. Schließlich fand die Buchmesse in der neuen Aula der Auricher Lamberti-Grundschule ein festes Domizil, möglich gemacht durch das Engagement von Schulleiter Kai Münzel.

Professionalität nimmt zu

Das Rahmenprogramm der Kinder- und Jugendbuchmesse ist seitdem immer umfangreicher und professioneller geworden.

Zu den Highlights der Kinderbuchmesse gehören die Veranstaltungen mit dem Stimmenmagier Rainer Rudloff, das Figurentheater Bremen mit Birgit Neemann, die Lesung dreier SchauspielerInnen der Landesbühne aus Wilhelmshaven. Aber auch Autoren aus dem ostfriesischen Raum und aus der gesamten Republik wollen immer gerne wieder auf der Auricher Kinder- und Jugendbuchmesse lesen – und so ihre Bücher dem Publikum nahebringen. Einmal konnten die Organisatoren sogar Harry Rowohlt für die Messe gewinnen. „Leider erkrankte er damals kurzfristig. Für ihn sprang dann Max Mohr ein, der alle begeisterte“, erinnert sich Weber.

Verein „Lesetoll“

Der Auricher Verein „Lesetoll“ ist seit 15 Jahren wichtiger Motor für die Auricher Buchmesse. Er ist auch für den Lyrischen Pfad im Wallinghausener Wald verantwortlich. Außerdem können die Besucher auf der Kinderbuchmesse 15 Geburtstagskerzen suchen und so ein Buchpaket gewinnen.

Aktivitäten Im November gibt es eine Grusellesung. Ein „Buch zur Geburt“ wird seit über fünf Jahren in der Ubbo-Emmius-Klinik von „Lesetoll“ verteilt, wurde inzwischen von der Klinik übernommen. Weiter gibt es ein Vorlesen in den Seniorenheimen, die Aktion „Pflücke den Tag, pflücke ein Buch“, wo in der Fußgängerzone Hunderte Bücher an Wäscheleinen zum Abpflücken aufgehängt werden. Vor zehn Jahren schaffte der Verein die mongolische Jurte, das Vorlesezelt „Die Buchbar“ an, in der unter anderem einmal im Monat vorgelesen und musiziert wird.

Auszeichnung Der Verein „Lesetoll“ wurde bereits mit dem blauen Bücherkoffer der Stiftung Lesen und mit dem deutschen Vorlesepreis ausgezeichnet. 

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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